Erstmals seit der überraschenden Schließung des griechischen Staatsfernsehens im Juni hat der provisorische öffentlich-rechtliche Kanal EDT Nachrichten ausgestrahlt. Die Sendung begann am heutigen Mittwoch, dem 21. August um 08.00 Uhr Ortszeit und sollte als Morgenmagazin zwei Stunden dauern, sagten die Moderatoren.

Der provisorische Sender Hellenisches Öffentliches Fernsehen (Ellinikí Dimósia Teleórasi - EDT) sendet seit Mitte Juli aus einem privaten Studio auf den Frequenzen des alten Staatsfernsehens. Bisher hatte es lediglich ein Notprogramm aus Filmen, Dokumentationen und Musiksendungen gegeben. Der zuständige Staatssekretär Pantelis Kapsis sprach von einer Übergangslösung. Ein neues, kleineres Staatsfernsehen soll in den nächsten Monaten auf Sendung gehen.

Regierungschef Antonis Samaras hatte den staatlichen Rundfunk ERT im Juni geschlossen und einen massiven Personalabbau verlangt. Die Ex-Mitarbeiter halten seitdem das TV-Gebäude besetzt, es gibt ein Protestprogramm via Internet. Die Europäische Rundfunk-Union (EBU) hatte die ERT-Schließung scharf kritisiert und über Satellit weiter dessen Protestprogramm gesendet. Dies will sie aber jetzt einstellen: Die grundsätzliche Forderung nach Nachrichten im staatlichen Fernsehen sei nun erfüllt, hieß es.