Laut dem Digitalisierungsbericht 2013 der Medienanstalten nähern sich die TV-Empfangswege Satellit und Kabel hinsichtlich der Nutzerzahlen immer weiter an. Bemerkenswert ist, dass DVB-T trotz der Diskussionen in den vergangenen zwölf Monaten nicht an Beliebtheit eingebüßt hat.

Am heutigen Dienstag (10. September) haben die Medienanstalten ihren Digitalisierungsbericht für das Jahr 2013 vorgelegt. Aus diesem geht hervor, dass die Zahlen der Haushalte, die ihr TV-Signal über die unterschiedlichen Verbreitungswege empfangen, im Vergleich zum Vorjahr in etwa konstant geblieben sind. Leicht zugelegt gegenüber dem Kabel hat demnach der Satellit, der nun auf mehr als 17,6 Millionen versorgte Haushalte kommt (Kabel: knapp 17,7 Millionen).

Die Zahlen weichen dabei etwas von dem im Februar veröffentlichten Astra TV-Monitor ab, da dort mehr als 18 Millionen Satelliten- und weniger als 17 Millionen Kabelhaushalte gezählt wurden. Grund ist unter anderem eine unterschiedliche Zählweise bei Gemeinschaftsanlagen für Sat-Empfang.

Als drittbeliebtester Verbreitungsweg konnte sich die digitale Terrestrik behaupten. Demnach nutzen aktuell 11 Prozent der Fernsehhaushalte in Deutschland DVB-T. Die Zahl der Haushalte, die ausschließlich den terrestrischen Empfangsweg nutzen, ist dabei leicht auf 2,1 Millionen gestiegen. Die zuletzt eher durchwachsenen Nachrichten um den DVB-T-Ausstieg von RTL scheinen der Terrestrik damit zumindest auf kurze Sicht nicht so stark geschadet zu haben, wie von einigen wohl befürchtet wurde. Trotzdem bleibt eine starke Kluft zwischen jenen Gebieten bestehen, in denen auch die Privatsender über DVB-T empfangbar sind und den Gegenden, wo nur die Öffentlich-Rechtlichen ihre Sender terrestrisch verbreiten. So nutzen in den Ballungsräumen 20,8 Prozent der Haushalte DVB-T.

Leicht gestiegen ist auch die Zahl der IPTV-Haushalte. Diese lag laut Digitalisierungsbericht bei 1,9 Millionen und damit insgesamt bei 4,9 Prozent aller TV-Haushalte in Deutschland. Kaum verbreitet ist nach wie vor der mobile Fernsehempfang. 2,5 Prozent der im Rahmen einer Erhebung befragten Personen gaben an, Fernsehen über mobile Datenverbindungen zu nutzen. 2,2 Prozent nutzen DVB-T unterwegs auf ihren mobilen Endgeräten.