Neuerungen kündigte der ORF für seine Videoplattform TVthek an: Neben einem neuen Design, das das Angebot noch übersichtlicher gestalten soll, startet man am 18. November auch mit der Videowerbung. „Allerdings mit einigen Einschränkungen“, wie Thomas Prantner, Hauptabteilungsleiter Online und neue Medien sowie stellvertretender Technischer Direktor des ORF, am Freitag bei einer Präsentation sagte.

„Wir werden sie so platzieren, dass sie die User am wenigsten stört.“ Konkret werde es keine Unterbrecherwerbung geben, auch politische Informationssendungen, das Archiv sowie das gesamte Kinderprogramm bleiben werbefrei. Für den Rest gilt: Die Spots sollen im Zehn-Minuten-Rhythmus laufen. Das bedeutet, dass nach einem ersten Pre-Roll-Spot beim nächsten Sendungsaufruf eine Videowerbung abgespielt wird, sollte die Nutzungsdauer bereits zehn Minuten überschritten haben. Ein eingeblendeter Countdown informiert über die Länge der Spots.

Auf der Einnahmenseite rechnet man laut Prantner mit einigen Huntertausend Euro, die man zum Teil wieder in die Finanzierung des technischen Ausbaus investieren werde. „Rund Zweidrittel des Inventars werden wir jedenfalls nicht vermarkten.“ Neben der Videowerbung wird es auch Bannerwerbung geben, die bei allen Formaten möglich sein wird.

Davon abgesehen will man das Angebot grundsätzlich erweitern. Der ORF kann künftig auch öffentlich-rechtliche Kaufproduktionen auf die TVthek stellen, beispielsweise „Universum“-Episoden von der BBC. Zusätzlich sollen die Livestreams weiter ausgebaut und das Videoarchiv aufgestockt werden. Letzteres sieht Prantner auch klar als Bildungsauftrag nach dem Motto „TVthek goes to School“. „Wir orientieren uns hier natürlich an der Kultur- und Zeitgeschichte“, aber auch ausgewählte Beiträge zu wichtigen Ereignissen wie etwa Nationalratswahlen sollen - nach einer gewissen Zeit - verfügbar sein. Für die jüngste Wahlberichterstattung könnte dies im Februar 2014 soweit sein.