Das Bayerische Fernsehen wird auf seinem Sender BR HD erst Ende 2014 natives HD-Material zeigen können. Dies teilte die Technische Direktorin des BR, Birgit Spanner-Ulmer, gegenüber DIGITAL FERNSEHEN mit. Allein schon aus Kostengründen müsste der technische Umstieg auf mehrere Jahre gestreckt werden.

Während der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) seinen HD-Ableger am 5. Dezember mit einem Programm starten will, dass bereits zum Großteil natives HD-Material enthält, hängt man beim Bayerischen Rundfunk (BR) noch etwas hinterher. Zwar ist der TV-Sender BR HD bereits seit April 2012 auf Sendung, doch bislang sendet dieser nur ein hochskaliertes SD-Bild. Wie die Technische Direktorin des Bayerischen Fernsehens, Birgit Spanner-Ulmer, gegenüber DIGITAL FERNSEHEN verriet, wird es noch einige Zeit dauern, bis man auch auf BR HD natives HD-Material senden kann.

"Für die native Ausstrahlung des Bayerischen Fernsehens in HD sind in unserem Sendezentrum Freimann noch einige infrastrukturelle Voraussetzungen zu schaffen", so Spanner-Ulmer. Die Erneuerung der Sendeausstrahlung für die HD-Abwicklung sei bereits gestartet, soll jedoch voraussichtlich noch bis zum vierten Quartal 2014 andauern. "Aufgrund des aufwendigen Umbaus der Sendeumgebung und des dazu parallelen Sendebetriebes des Bayerischen Fernsehens in SD gehen wir derzeit davon aus, dass das Bayerische Fernsehen im vierten Quartal 2014 mit einer nativen Ausstrahlung in HD on Air gehen wird", so die Technische Direktorin zum derzeitigen Plan.

Der Produktionsablauf in den Studios und in der Postproduktion sei inzwischen nahezu in allen Komponenten HD-fähig. Sendungen, die vom BR für das Erste HD, 3sat HD oder Arte HD produziert würden, könnten demnach auch bereits hochauflösend gesendet werden. Beim BR Fernsehen und bei BR Alpha sei dies jedoch noch nicht möglich, da momentan das Studio für die "Rundschau" und die Sendeabwicklung noch nicht HD-fähig seien.

"Der Umstieg auf die native HD-Produktion und Sendung unserer Programme ist mit sehr hohen Investitionskosten verbunden, da alle Geräte und die zugehörige Infrastruktur in der SD-Umgebung durch HD-taugliche Einrichtungen ersetzt werden müssen", so Spanner-Ulmer. Daher müsste der Umstieg allein schon aus Kostengründen auf mehrere Jahre gestreckt werden.