Der NDR-Rundfunkrat stimmt dem Wirtschaftsplan 2014 zu, der ein Volumen von gut einer Milliarde Euro aufweist. Zuvor hatte schon der Verwaltungsrat das vom NDR vorgelegte Zahlenwerk gebilligt, teilte der Sender am 29. November mit. Daneben hat sich der Rundfunkrat geeinigt, auf seinen Internetseiten künftig umfassender über seine Arbeit zu berichten. Bereits Ende Oktober hatte der Rundfunkrat in einer Klausurtagung über seine Öffentlichkeitsarbeit beraten. Ute Schildt, Vorsitzende des NDR-Rundfunkrats: „Auch für uns ist Transparenz wichtig. Dafür wollen wir verstärkt das Internet nutzen.“ Die Rundfunkratsseiten im Netz sind hier zu finden. Im NDR-Wirtschaftsplan 2014 steht, wofür der NDR im kommenden Jahr seine Mittel einsetzen will. Die Fortsetzung der Sparanstrengungen bleibe dabei auf der Agenda, sagte NDR-Intendant Lutz Marmor vor dem Rundfunkrat. Der operative Haushalt für 2014 umfasst Erträge von rund 1,064 Milliarden Euro und Aufwendungen von rund 1,075 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein geplanter Fehlbetrag in Höhe von 11,0 Millionen Euro, hieß es. Rundfunkbeiträge bilden nach wie vor die größte Ertragsquelle des NDR. Sie sind für 2014 geplant mit 950,9 Millionen Euro und erreichen damit nach Rückgängen in den vergangenen Jahren wieder das Niveau von 2009.

Weitere Nullrunde
Auf der Ausgabenseite wird es bei den Programmmitteln und den übrigen Sachaufwendungen im NDR 2014 eine weitere Nullrunde geben. Darüber hinaus werden einzelne Ausgabenposten gekürzt, die auf den Prüfstand gekommen waren. So erlaubt es zum Beispiel die Umstellung auf das neue geräteunabhängige Beitragsmodell, die Aufwendungen für den Beitragseinzug im NDR in erheblichem Maße zu reduzieren. Bis 2016 sollen diese und zahlreiche weitere Einzelmaßnahmen nochmals Einsparungen von mehr als 30 Millionen Euro einbringen. Der sozialverträgliche Stellenabbau geht ebenfalls weiter: Für das kommende Jahr ist erneut eine Reduktion um 11,5 Positionen vorgesehen. Seit Mitte der 90er Jahre hat der NDR damit ohne betriebsbedingte Kündigungen per saldo 639,5 Planstellen eingespart: Ende 1994 gab es insgesamt 4.077 Vollzeitstellen im NDR, im Jahr 2014 werden es noch 3.437,5 Stellen sein. Die Novembersitzung war die letzte Zusammenkunft des NDR-Rundfunkrats in diesem Jahr. Das ehrenamtliche Gremium, dem 58 Mitglieder aus bedeutsamen gesellschaftlichen, konfessionellen und politischen Organisationen und Gruppen aus den vier NDR-Staatsvertragsländern angehören, tagt wieder am 24. Januar 2014.