Axel Springer hat erstmals Zahlen zu Bundesliga bei Bild bekannt gegeben. Nach gut sechs Monaten seit dem Start sind derzeit mehr als 50 000 Menschen bereit, für das Fußball-Angebot des Verlags zu zahlen.

Mit der aktuellen Bundesliga-Saison sollte bei Axel Springer einiges anders werden. Neben der gedruckten Berichterstattung wollte das Verlagshaus erstmals auch mit bewegten Bildern Geld verdienen und hat sich dafür entsprechende Verwertungsrechte gesichert, die in dem neuen Bezahl-Angebot BildPlus zum Einsatz kommen. Nun hat Springer auch erstmals Zahlen genannt, wie dieses Angebot bei Lesern und im speziellen auch Sportfans ankommt. So konnte der "Bild"-Verlag innerhalb der ersten sechs Monate seit dem Start 152 493 Abonnenten für BildPlus gewinnen, wie Springer am Mittwoch bekannt gab.

Rund ein Drittel dieser Kunden haben sich zusätzlich auch für Bundesliga bei Bild entschieden, über das Springer Highlight-Clips zu den Spielen der ersten und zweiten Bundesliga anbietet. Konkret bedeutet das, das gut 50 800 Kunden bereit sind, monatlich neben den 4,99 Euro für BildPlus die zusätzlichen 2,99 Euro zu zahlen, die für das Bundesliga-Angebot fällig werden. Da Bundesliga bei Bild nicht eigenständig gebucht werden kann, müssen Interessenten mindestens 7,98 Euro investieren, um sich die Clips ab 18.20 Uhr ansehen zu können.

Damit ist Springer der "Sportschau" zeitlich voraus, die selten vor 18.30 Uhr zur ersten Liga kommt. Bis zu den Top-Spielen vergeht dann noch mal eine gute Stunde, während Axel Springer direkt um 18.20 Uhr sämtliche Beiträge online stellt - allerdings gegen Bezahlung.

"Die ersten Ergebnisse für unser neu eingeführtes Marken-Abo stimmen uns sehr positiv", zeigte sich Donata Hopfen, Geschäftsführerin der Bild KG zufrieden. Die Nutzerzahlen von Bild.de seien nach der Einführung des Bezahl-Content nicht eingebrochen, zudem sei es gelungen, digitale Vertriebserlöse zu generieren. Die Einnahmen über BildPlus dürften sich auf etwa eine Million Euro im Monat belaufen.