Der ORF-Stiftungsrat genehmigte in seiner Plenarsitzung am Donnerstag, dem 12. Dezember 2013, unter dem Vorsitz von Brigitte Kulovits-Rupp einstimmig den ORF-Finanzplan für das Jahr 2014, weiters wurde ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz einstimmig die Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 erteilt sowie die weitere Vorgangsweise im Zusammenhang mit dem ORF-Standort und die Neustrukturierung der ORF-Service-Hotline "Rat auf Draht" beschlossen. "Der ORF wird auch 2014 seinem Publikum eines der vielfältigsten und erfolgreichsten Prorammangebote in Europa machen können - trotz des großen Spardrucks und der zunehmenden Konkurrenz! Die Basis dafür konnte mit dem Beschluss des ORF-Finanzplans 2014 heute geschaffen werden!", betonte ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Zur Weiterentwicklung des Medienstandortes und Absicherung der österreichischen Wertschöpfung wären zusätzliche Investitionen aus den nicht mehr zur Verfügung stehenden Refundierungsmitteln dringend nötig!"

ORF-Finanzplan auch 2014 ausgeglichen
"Auch 2014 wird der ORF alle Leistungsbereiche aufrechterhalten, ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen, Content- und Marktführerschaft erhalten und Zukunftspotenziale absichern", kündigte der ORF-Generaldirektor an: "Der ORF wird sogar Leistungsbereiche wie ORF in HD, die TVthek, Barrierefreiheit, neue Apps und unsere Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + fortschreiben, die es vor der Refundierung nicht gab", so der ORF-Generaldirektor. In den Kern-Genres Information und Kultur werde das hohe Niveau gehalten, der Sport bilde mit Olympia und Paralympics in Sotschi sowie der FIFA-Fußball-WM einen Schwerpunkt, allein bei der Unterhaltung habe man laut Wrabetz das Angebot einschränken müssen. "Dennoch werden wir 24 neue eigen- und koproduzierte Filme und 63 neue eigen- und koproduziert Serienfolgen sowie zahlreiche Schwerpunkte - "100 Jahre Erster Weltkrieg", Europa-Schwerpunkt, "Bewusst gesund", einen großen Umweltschwerpunkt - präsentieren können", sagte Wrabetz, der sich auch über die aktuellen Reichweiten sehr erfreut zeigte. "61,7 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sehen täglich fern, 48,4 Prozent sehen ORF. D. h. täglich nutzen 78 Prozent der Fernsehzuschauer den ORF, monatlich sind es sogar 96 Prozent." "Die Budgetierung 2014 war für den ORF angesichts der schwierigen Gesamtlage und der derzeit nicht zur Verfügung stehenden Refundierung eine große Herausforderung. In einer großen Anstrengung für das gesamte Unternehmen konnten wir einen Finanzplan mit einer schwarzen Null, ein stabiles TV-Budget und Sonderbudgets für den Europa-Programmschwerpunkt oder die Smart-TV-Strategie vorlegen", betonte Mag. Richard Grasl, der Kaufmännische Direktor des ORF: "Jeder freie Euro wird ins Programm investiert!"

1.000 österreichische Produktionen durch Refundierung mitermöglicht
Ebenso informierte der ORF-Generaldirektor den Stiftungsrat, dass wegen des Ausbleibens der Refundierung der Leistungsumfang der Bereiche Film/Fernseh-Abkommen, Ausbau der Landesstudios, Eigen- und Koproduktionen, ORF SPORT +, ORF III, RSO, Weiterentwicklung des Kinderprogramms und Kulturprojekte für Österreich und Europa nicht im bisherigen Ausmaß gehalten werden kann. "Die Refundierung ist eine direkte Investition in österreichisches Programm und heimische Wertschöpfung! Insgesamt 1.000 Produktionen wurden durch die Refundierung mitermöglicht - und der Erfolg zeigt sich auch in internationalen Auszeichnungen: Der ORF ist der einzige Sender, der in einem Jahr für zwei Produktionen mit den zwei großen Weltpreisen geehrt wurde: mit einem Oscar für 'Amour' und einem Emmy für 'Das Wunder von Kärnten'", schloss Wrabetz.

Neustrukturierung der Notrufnummer "Rat auf Draht"
Weiters stimmte der Stiftungsrat der Neustrukturierung von "Rat auf Draht", der Notrufnummer für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen, zu. Mit dem SOS-Kinderdorf konnte ein Partner gefunden werden, der "Rat auf Draht" in Kooperation mit dem ORFfortführen wird. Damit konnte der Fortbestand dieser wichtigen Serviceeinrichtung unabhängig von den budgetären Sparvorgaben des ORF gesichert werden.