Der ZDF-Fernsehrat hat am 13. Dezember in Mainz den Haushaltsplan 2014 genehmigt. Intendant Thomas Bellut stellte den Haushalt im öffentlichen Teil der Sitzung vor und erklärte: „Das ZDF hält an seinem eingeschlagenen Sparkurs konsequent fest. Nur so kann eine solide wirtschaftliche Basis auch für die kommenden Jahre sichergestellt werden.“ Der Sender rechnet für das kommende Jahr bislang mit Erträgen von insgesamt 2,063 Milliarden Euro, davon 1,767 Milliarden Euro aus dem Rundfunkbeitrag. Daneben werden zunehmende Umsätze aus Werbung und Sponsoring aufgrund der Sportgroßereignisse und der anhaltend guten Werbebuchung erwartet. Im Investitionshaushalt wird mit einem Überschuss von 77 Millionen Euro gerechnet. Aufgrund steigender Kosten rechnet der Sender allerdings mit einem negativen Gesamtergebnis von 17 Millionen Euro, das mit Rücklagen aus Überschüssen vergangener Jahre gedeckt ist. Sollten höhere Erträge aus Rundfunkbeiträgen erzielt werden als von der KEF genehmigt, stehen diese nicht für zusätzliche Aufwendungen zur Verfügung, sondern verbessern das Ergebnis und fließen in die Rücklage. Über die mögliche Verwendung entscheiden die Bundesländer auf der Basis eines Vorschlages der KEF.

„Digitalstrategie trägt Früchte“
Bellut bilanzierte in der Haushaltsrede auch das Programmjahr 2013: „Die ZDF-Programmfamilie ist so erfolgreich wie zuletzt Mitte der 90er Jahre. Unsere Digitalstrategie trägt Früchte. ZDF Neo und ZDF Info haben mehr junge Zuschauer dazu gewonnen als das Hauptprogramm in den letzten zwölf Jahren verloren hat.“ Auch die Reichweite, die das ZDF-Angebot habe, sei enorm, so Bellut: „Im Schnitt nutzen täglich rund 30 Millionen Menschen beziehungsweise 60 Prozent der Fernsehzuschauer Angebote der ZDF-Programmfamilie. Die guten Ergebnisse basieren in erster Linie auf dem Erfolg der Regelprogramme. Vor allem unser fiktionales Angebot, die Serien und hochklassigen Fernsehfilme sind in diesem Jahr sehr erfolgreich.“ Höhepunkte waren preisgekrönte Event-Mehrteiler wie „Unsere Mütter, unsere Väter“ oder „Das Adlon“. Zum Fundament – qualitativ und quantitativ – gehören aber auch viele Informationsangebote wie die 19.00-Uhr-„heute“-Sendung, das „heute-journal“, „Terra X“ oder „ZDFzoom“. Ziel des ZDF, so der Intendant, sei es, die Attraktivität dieses Programmangebots für alle Altersgruppen kontinuierlich zu steigern – im Hauptprogramm, auf den Digitalkanälen und online. Allerdings müsse der Innovationsgrad unvermindert hoch gehalten werden, um im umkämpften TV-Markt auch künftig ganz oben mitzuspielen. Hierzu berücksichtige der vorgelegte Haushalt die konsequente Nutzung vorhandener Synergiepotenziale und die weitere Verschlankung von Prozessen in allen Unternehmensbereichen für ein modern aufgestelltes ZDF.