„Unser Geschäft wächst im fünften Jahr in Folge – das ist schon sehr beachtlich in einem Markt, in dem viele nur davon sprechen, wie man die Kosten reduziert, weil auf der Umsatzseite wenig Dynamik vorherrscht“, blickt Sky Österreich-Geschäftsführer Kai Mitterlechner auf ein erfolgreiches Jahr 2013 zurück.

Im Geschäftsjahr 2013 erwartet Sky erstmals ein positives EBITDA; die Zahlen werden am 6. Februar veröffentlicht. Im ersten Quartal überschritt der Pay TV-Sender in Österreich ja bekanntlich die 300.000-Abonnenten-Marke, die Prognosen für einen erfolgreichen Jahresabschluss und eine abermals deutliche Steigerung der Abonnenten stehen gut. Gelungen sei dies vor allem durch das Kreieren neuer Märkte, getrieben durch Innovationen der letzten Jahre wie den On Demand- Service Sky Go oder Sky Anytime.

„Wir schaffen uns diese Märkte zu einem Gutteil selbst, und nur durch technische und inhaltliche Innovationen kann man auch an der Spitze stehen“, so Mitterlechner weiter, der das Kommunizieren von Neuigkeiten auch hinsichtlich der Kaufentscheidung als essenziell erachtet: „Bei uns dreht sich vieles um das Alleinstellungsmerkmal und damit verbunden der emotionalen Bindung beim Seher.“ Als Beispiel zieht der Sky Österreich- Geschäftsführer den Sport heran: „Der USP des Sportrechts ist der am einfachsten zu kommunizierende: Entweder du bist live dabei – oder es ist so, wie wenn du es am nächsten Tag in der Zeitung liest. Sport ist dadurch per se ein ganz großer Treiber des Pay TV, weil er das Faktum des Dabeiseins auf sehr emotionale Art und Weiseübermittelt.“ Daraus resultierend, sei auch in Deutschland ein großer Teil der Abonnenten mit einem Sportpaket ausgestattet, in Österreich liegt der Anteil – auch den internationalen vergleichsweise bescheidenen Erfolgen des österreichischen Fußballs „geschuldet“ –, darunter.

Dass Sky für Sport stehe, sei „im Markt mittlerweile durch“; daher konzentriere man sich auch auf die Kommunikation weiterer Inhalte – vor allem Serien und Filme. „Sky bietet 50 bis 60 Serienneustarts pro Jahr, großteils zeitgleich zum US-Start und jederzeit nach Wunsch abrufbar, während diese hochklassigen Serien wie beispielsweise House of Cards sogar bei einem starken Sender wie dem ORF zur Randzeit um 23 Uhr nur ein Nischendasein fristen“, betont Mitterlechner den Umfang und die Verfügbarkeit des Sky-Lineups, welches er zu „den besten weltweit“ zählt. Pay-TV, ein Produkt, das darauf baut, monatlich bezahlt zu werden, lebe von Inhalten mit seriellem Charakter; so werde Sky künftig auch in eigene Serienproduktionen investieren. Einen Platz für Filme und Serien bietet Sky auch mit der kürzlich gelaunchten Online-Videothek Snap, by Sky, welche Tausende Filme und Serien abseits des klassischen Pay TV-Fensters bietet. „Es ist die perfekte Erweiterung für Sky und auch ohne klassisches Sky Abonnement erhältlich“, so Mitterlechner.

Ob man bewusst noch vor dem Launch des Konkurrenten Netflix on air ging? „Es ist sicherlich kein Nachteil, aber im Endeffekt differenzieren wir uns von anderen Anbietern doch klar über die Inhalte“, ist Mitterlechner überzeugt. Wachstumspotenzial sieht Mitterlechner auch bei Werbeerlösen, die in Österreich derzeit einen niedrig einstelligen Prozentsatz am Gesamtgeschäft ausmachen. „Man mag – so ehrlich muss man sein – bei reiner Reichweitendenke mit anderen Medien besser fahren; eine so qualitativ hochwertige und überdurchschnittlich zahlungswillige Zielgruppe, die zielgenau am jeweiligen Programmplatz adressiert werden kann, findet man jedoch vielmehr bei Sky. Dies sollten auch Werber und Planer verstärkt in ihre Überlegungen mit aufnehmen.“