Die ARD und Sky produzieren offenbar ein gemeinsames Serienprojekt. "Babylon Berlin", so der Arbeitstitel, soll im Berlin der 1920er Jahre spielen und auf den Romanen des Krimi-Autors Volker Kutscher basieren. Das Produktionsbudget ist mit dem amerikanischer Serien vergleichbar.

Eine ungewöhnliche Kooperation ergibt sich bei der neuen Serie mit dem Arbeitstitel "Babylon Berlin". Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, wird das Projekt gemeinsam von der öffentlich-rechtlichen ARD und dem Pay-TV-Anbieter Sky produziert. Ebenfalls mit an Bord ist Regisseur Tom Tykwer ("Das Parfum", "Cloud Atlas").

Als Basis für die Serie dienen die Krimi-Romane des Autors Volker Kutscher. Hauptfigur ist ein Kommissar aus Köln, der nach Berlin kommt. Angesiedelt ist die Handlung dabei in den 1920er Jahren, also einer Zeit in der Deutschland zwischen Kriegstrauma, Krise und Aufbruchsstimmung schwankte.

Gedreht werden sollen acht bis zehn Folgen. Alle Episoden würden zunächst exklusiv im Pay-TV ausgestrahlt. Die Free-TV-Rechte würden natürlich bei der ARD liegen. Bislang befindet sich das Projekt, das zirka 25 Millionen Euro kosten soll, allerdings noch in der Planungsphase. Die ARD trägt laut "Süddeutscher Zeitung" etwa neun Millionen Euro zum Budget bei, Sky vier Millionen. Als weiterer Finanzier sei Beta Film aus München eingebunden. Das Unternehmen soll auch die weltweiten Verwertungsrechte an der Serie erhalten.

Eine gemeinsame Serienproduktion wäre sowohl für die ARD als auch für Sky interessant. Tatsächlich ist eine Kooperation dieser Art bislang in Deutschland ohne Beispiel. Möglicherweise könnte auf diese Weise eine neue Symbiose zwischen heimischer Free- und Pay-TV-Landschaft entstehen.