Plasma-TVs werden endgültig zu Auslaufmodellen. Nach Panasonic möchte nun auch Samsung aus der Herstellung von Plasma-Geräten aussteigen. Bereits Ende des Jahres soll Schluss sein. Eine TV-Technologie verschwindet vom Markt.

Spätestens seit Panasonic im vergangenen Jahr das Ende seiner Fertigung von Plasma-TVs verkündet hatte, galt die Display-Technologie als Auslaufmodell. Nun läuten endgültig die Totenglocken, denn auch Samsung möchte nach einem Bericht des US-Portals "Cnet" bis Ende des Jahres aus dem Plasma-Geschäft aussteigen. Der Verkauf der Geräte soll jedoch ähnlich wie bei Panasonic weitergehen, solange noch Bestände vorhanden sind.

Einer der entscheidenden Gründe für das Ende der Plasma-Produktion könnte dabei in der Konzentration auf die Fertigung von Ultra-HD-Fernsehern begründet liegen. Laut Samsung sei es in Bezug auf Entwicklungsaufwand und Kosteneffizienz vergleichsweise schwierig, die höhere Bildschirmauflösung auch auf Plasma-TVs zu realisieren. Ein weiterer wichtiger Grund für das Ende der Produktion dürfte der weiterhin schrumpfende Markt für Plasma-Geräte sein. Auch Panasonic hatte im vergangenen Jahr die Marktentwicklung als Ausstiegsgrund angegeben.

Nach dem Ausstieg von Panasonic und Samsung bleibt damit nur LG als großer TV-Hersteller im Plasma-Segment übrig. Die Produktionsmargen der Südkoreaner sind jedoch eher gering. Zudem wurde auch von Seiten LGs bereits ein Ausstieg aus der Plasma-Fertigung angekündigt. Die Zeichen stehen auch hier auf Abschied, zumal man in Seoul viel stärker als bei anderen Herstellern auf die neue OLED-Technologie setzt. Das Kapitel "Plasma-Fernseher" könnte sich somit spätestens im kommenden Jahr endgültig schließen.