Der ZVEI Fachverband Satellit & Kabel erwartet eine leichte Erholung der Branche in diesem Jahr. Besonders 2013 war nach der erfolgten Analogabschaltung des Satellitenfernsehens für viele Hersteller schwierig verlaufen, da der Markt zunächst gesättigt war. Nun deutet sich jedoch ein kleiner Aufschwung an.

Die Analogabschaltung des Satellitenfernsehens war ein schwerer Einschnitt: Konnten die Unternehmen der Sat-Branche vor allem 2011 und im ersten Halbjahr 2012 starke Umsätze und Gewinne verbuchen, da viele Kunden in die digitale Umrüstung ihrer Empfangstechnik investierten, so schrumpfte der Markt 2013 merklich, da die Nachfrage gesättigt war. Laut dem ZVEI Fachverband Satellit & Kabel musste der Markt im vergangenen Jahr einem Umsatzrückgang um 26 Prozent auf 510 Millionen Euro verbuchen.

"Die Branche hätte sich sicherlich gewünscht, dass das Jahr 2013 besser verlaufen wäre. Die Einbrüche in einzelnen Produktbereichen, insbesondere bei Set-Top-Boxen und im Kopfstellensegment waren dann doch höher als erwartet", konstatierte Herbert Strobel, Geschäftsführer der Astro Strobel Kommunikationssysteme GmbH und Vorsitzender des Fachverbands bei einem Pressegespräch im Juli. Eine leichte Erholung habe sich jedoch bereits im zweiten Halbjahr 2013 abgezeichnet, das insgesamt zumindest besser verlaufen sei als das zweite Halbjahr 2012.

Für das aktuelle Jahr erwartet man beim ZVEI ebenfalls eine Erholung des Marktes. "Für 2014 liegen die Erwartungen leicht über dem Vorjahr, auch wenn uns Allen bewusst ist, dass wir die Umsätze von 2011 und 2012 nicht wieder erreichen werden", so Strobel. Besonders die Baukonjunktur würde die Geschäfte wieder beflügeln, da dank dieser auch zahlreiche neue Empfangsanlagen benötigt würden.

Die Kabelbranche würde zudem von Investitionen in den Breitbandausbau profitieren. Kabelnetzbetreiber würden laut Axel Sihn, Geschäftsführender Gesellschafter von Wisi, vor allem von neuen TV-Diensten über das Internet profitieren. Diese würden dafür sorgen, dass Nutzer immer höhere Bandbreiten nachfragen, die aktuell oft nur das Kabel bieten könne. LTE und Vectoring seien für viele Kunden dabei noch keine sinnvollen Alternativen.