Nicht jeder benötigt superschnelles Internet und Hunderte TV-Sender. Die Grundangebote der Telekommunikationsanbieter bieten immer mehr Leistung für wenig Geld. Doch bei welchem Anbieter bekommt man wie viel? Preis

Wenn es ausschliesslich um das Geld geht, ist das Grundangebot von UPC Cablecom unschlagbar. Ab Januar 2015 kostet die Grundversorgung durch die Cablecom Fr. 29.95 pro Monat. Mietern, deren Wohnung über eine Cablecom-Buchse verfügt, wird dieser Betrag wahrscheinlich bereits über die Mietnebenkosten verrechnet. Somit benötigen Sie lediglich einen Router sowie ein Empfangsgerät für digitales Fernsehen.

Swisscom und Sunrise sind beide deutlich teurer. Das günstigste Abo von Sunrise kostet 60 Franken, das günstigste von Swisscom sogar 69 Franken pro Monat. Beide Angebote bieten insgesamt mehr Leistung als das von UPC Cablecom.

Internet

Hier macht sich der Preisunterschied erstmals bemerkbar. Während Cablecom mit seinem Grundangebot mickrige 2 Mbit/s liefert, sind es bei Sunrise 15 Mbit/s. Interessanterweise gilt dieser Unterschied nicht für die Swisscom, die gleich wie Cablecom, 2 Mbit/s freigibt. Um in einem Swisscom-Paket auf 15 Mbit/s zu kommen, benötigt man das Paket Vivo Casa *** für 109 Franken pro Monat. Bei UPC Cablecom gibt es kein vergleichbares Angebot. Die günstigste Stufe ausserhalb des Basisanschlusses ist das Paket Horizon Start Combi mit 50 Mbit/s für 75 Franken pro Monat. Für Durchschnittsnutzer sind 2 Mbit/s mittlerweile grenzwertig. Besonders mit der starken Verbreitung von Videoinhalten wird eine schnellere Leitung fast unerlässlich. Für Einzelpersonen, die nur ab und zu Mails versenden und einige Webseiten ohne Videoinhalte verwenden, können 2 Mbit/s jedoch reichen.

TV
Das breiteste TV-Angebot gibt es bei Sunrise. Rund 200 Sender, davon 35 in HD. Swisscom bietet 5 HD-Sender mehr, dafür insgesamt nur 85 Sender. Das deutlich günstigere Cablecom-Angebot bietet immerhin 65 Sender, davon 36 in HD. Anders als bei der Konkurrenz benötigt das Cablecom-Angebot nicht zwingend ein zusätzliches Empfangsgerät. Jeder DVB-C-fähige Fernseher kann das Cablecom-Signal verarbeiten. Für ältere Geräte stellt Cablecom einen Umwandler kostenlos zur Verfügung. Bei Sunrise und Swisscom ist die TV-Box jeweils inbegriffen. In den 65 Sendern des Cablecom-Angebots sind alle wichtigen Sender aus dem deutschsprachigen Raum inbegriffen. Wer also kaum ausserhalb dieses Senderraums fernsieht, fährt hier klar am günstigsten. Ansonsten lohnt sich ein Blick auf die Senderlisten von UPC Cablecom, Sunrise und Swisscom.

Festnetztelefon
In der Kategorie Festnetztelefon versucht Swisscom, den höheren Grundpreis zu rechtfertigen. In den 69 Franken pro Monat sind sämtliche Inlandgespräche aufs Mobil- und Festnetz inbegriffen. Bei Sunrise und UPC Cablecom kostet das Telefonieren extra. Sunrise verlangt 6 Rappen pro Minute in Festnetze und 35 Rappen pro Minute in Mobilnetze. Das Tarifsystem bei der Cablecom ist etwas komplizierter: Anrufe innerhalb des Cablecom-Netzes sind kostenlos. Anrufe in andere Netze kosten 8 Rappen pro Minute ins Festnetz und 40 Rappen pro Minute ins Mobilnetz.

Weitere Angebote
UPC Cablecom und Sunrise bieten neben dem Grundangebot und den Kombi-Paketen diverse weitere Pakete an. Beide lassen den Kunden TV, Telefon und Internet frei zusammenstellen, je nach Bedürfnis. Während diese Variante bei Sunrise der Standard ist, lohnen sich bei Cablecom die vorgefertigten Abos noch etwas mehr. Dafür gibt es bei diesen Abos praktisch für jeden etwas. Swisscom setzt hauptsächlich auf seine Vivo-Casa-Abos. Dabei kann die Festnetztelefonie jeweils aus dem Abo entfernt werden. Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es jedoch nicht.

Fazit
Wenn es einfach günstig sein soll und Leistung absolut keine Rolle spielt, ist das Angebot von UPC Cablecom unschlagbar. Sunrise liefert mehr TV und Internet für mehr Geld. Swisscom hat beim Festnetz die Spendierhosen an, ist dafür teurer als die Konkurrenz.