IPTV, also Fernsehen über das Internet, war in den vergangenen Jahren stets der sich am dynamischsten entwickelnde Verbreitungsweg in Deutschland. In diesem Jahr jedoch stagniert die Zahl der TV-Haushalte mit IPTV-Empfang. Bei den DVB-T-Haushalten ging die Zahl hingegen um 300 000 zurück.

Für die TV-Verbreitung hat sich IPTV längst als vierter Empfangsweg neben Kabel, Satellit und Terrestrik etabliert. In den vergangenen Jahren war das Fernsehen über geschlossene Internet-Plattformen sogar der Verbreitungsweg, welcher das dynamischste Wachstum in Deutschland verzeichnen konnte. Doch 2014 ist laut dem aktuellen Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten erstmals eine Stagnation erkennbar.

So empfangen wie im Vorjahr 1,9 Millionen Haushalte ihr TV-Signal über die DSL-Leitung. Dies entspricht einem Anteil von 4,9 Prozent an allen deutschen TV-Haushalten. Auch der prozentuale Anteil ist damit laut den Medienanstalten unverändert geblieben. Ausgeklammert sind dabei jedoch TV-Übertragungen, die außerhalb geschlossener Plattformen wie Telekom Entertain oder Vodafone TV stattfinden, also Angebote im freien Internet. Diese werden von den Medienanstalten als Web-TV eingestuft.

Auch im Verhältnis der anderen Hauptverbreitungswege gab es in diesem Jahr kaum Bewegung. So sind Kabel und Satellit nach wie vor etwa gleich auf. Das Kabel versorgt laut Digitalisierungsbericht 17,9 Millionen Haushalte (46,3 Prozent aller TV-Haushalte), der Satellit 17,8 Millionen Haushalte (46,1 Prozent). Anzumerken ist, dass die Zahlen des Astra-TV-Monitors mittlerweile den Satelliten in der Pole-Position sehen, da dort auch mit Satellit direkt versorgte Hausnetze mitgezählt werden.

DVB-T kann seinen Anteil von etwa 10 Prozent bei der Versorgung der deutschen TV-Haushalte ebenfalls größtenteils bewahren. Mit 3,9 Millionen Haushalten ist die Zahl der DVB-T-Nutzer im Vergleich zum Vorjahr um 300 000 Haushalte zurückgegangen. Vermutet wird von den Landesmedienanstalten, dass dieser Rückgang vor allem mit den zwischenzeitlichen Ausstiegsplänen von RTL aus der terrestrischen TV-Verbreitung zusammenhängen. Mittlerweile hat RTL seine Ausstiegspläne jedoch wieder ad Acta gelegt.