Der Hersteller Mascom beendet die Entwicklung von CI-Modulen des Typs Alphacrypt. Die Pay-TV-Zugangsmodule galten lange Zeit als attraktive Alternative zu CI-Plus-Modulen. Unter anderem durch den baldigen Wegfall der Nagravision-Verschlüsselung bei Sky dürfte sich das Marktumfeld für Alphacrypt dramatisch verändern.

Eine Ära geht zu Ende: Der Hersteller Mascom wird zum Ende des Jahres die Produktion und den Vertrieb von Common-Interface-Modulen des Typs Alphacrypt einstellen. Dies teilte das Unternehmen auf seiner Homepage mit. Der Geschäftsführer Heinz Gruber hatte die Module als Universallösung für Satelliten- und Kabelempfang entwickelt und sich damit in den vergangenen Jahren gegen die aufkommenden CI-Plus-Module gewehrt.

In einem Statement äußerte sich das Unternehmen nun zu den Gründen für das Ende von Alphacrypt. Dabei wird vor allem die Entwicklung hin zu Pay-TV-Zugangssystemen kritisiert, die dem Programmveranstalter immer mehr DRM-Maßnahmen ermöglichen. "Der Einsatz und die Bemühungen für ein technisch einfaches Fernsehen aller Konsumenten durch Mascom, das sich in den letzen Jahren zum ewigen Kampf und mit immer weniger Aussicht auf Erfolg entwickelte, weil Geräte- und Inhalteanbieter mit ihren neuen Produkten heuchlerisch Pseudo-Fortschritt versprechen", so der sehr kritische Beitrag. "Modernste Kommunikationstechnik führt zur direkten Abhängigkeit der Konsumenten von Programmbetreibern. Über die neue Gerätegeneration wird zukünftig das Regiment in unseren Wohnzimmern geführt."

Mit dem Ende der Entwicklungs- und Vertriebstätigkeit folge man nun bei Mascom der allgemeinen Marktentwicklung. Diese wird für das Unternehmen ohnehin schwierig, weil das Verschlüsselungssystem Nagavision, für welches die Alphacrypt-Module spezialisiert sind, unter anderem beim Pay-TV-Anbieter Sky Deutschland bis Ende 2015 abgeschaltet werden soll.

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