Immer mehr Zuschauer nutzen das Fernsehen auch abseits des Fernsehers. Dies ergab eine aktuelle Studie im Auftrag des Kabelnetzbetreibers Kabel BW. Noch ist der Fernseher allerdings das wichtigste Gerät im Wohnzimmer.

Das Fernsehen wird immer flexibler und auch das Fernsehverhalten ändert sich dadurch zunehmend. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die von Forsa im Auftrag des Kabelnetzbetreibers Kabel BW durchgeführt wurde. Dabei wurden vor allem die Entwicklungen in Baden-Württemberg mit denen aus dem restlichen Deutschland verglichen.

Demnach wird Fernsehen immer häufiger auch auf Bildschirmen abseits der guten alten Fernsehers konsumiert. Gemeint sind damit vor allem PC, Laptop, Tablet oder Smartphone. Bundesweit lag der Anteil der über-18-Jährigen bei 37 Prozent, in Baden-Württemberg immerhin bei 35 Prozent. Zusätzliche 24 Prozent der Deutschen beziehungsweise 29 Prozent der Baden Württemberger sind an derartigen Empfangslösungen interessiert.

Die vornehmlich mobilen Geräte erhalten das TV-Signal dabei immer häufiger durch IP-Streaming, wobei die Möglichkeiten vielfältig sind. Neben reinen Online-TV-Diensten besteht beispielsweise auch die Option, das Programm von modernen Set-Top-Boxen oder Smart TVs im Heimnetzwerk auf andere Geräte zu streamen. Noch hat der Fernseher seine Vormachtstellung als TV-Empfangsgerät dabei nicht verloren und Streamings auf andere Endgeräte werden hauptsächlich ergänzend genutzt, insgesamt sei der Trend laut den Erstellern der Studie jedoch deutlich zu erkennen.

Während TV-Streams auf mobilen Endgeräten bereits relativ verbreitet sind, setzen sich Video-on-Demand-Angebote etwas langsamer durch. Hier nimmt Baden-Württemberg jedoch eine Vorreiterrolle ein. So gaben in dem Bundesland 25 Prozent der Befragten an, sie würden entsprechende Dienste bereits nutzen. Bundesweit waren es nur 22 Prozent. Auch bei der Digitalisierung im Kabel sind die Baden-Württemberger bundesweit Spitze. So liegt die Digitalisierungsquote bei 69,2 Prozent und damit rund sieben Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt.