Im Sommer gab RTL bekannt, eine achtteilige Miniserie unter dem Titel "Deutschland" zu planen. Nun haben die Dreharbeiten in Berlin begonnen. Der fiktive Spionage-Thriller spielt zu Zeiten der DDR und des Kalten Krieges.

Der RTL-Mehrteiler, der den Arbeitstitel "Deutschland" trägt, nimmt nun langsam Gestalt an. Bei einem Außendrehtermin in Potsdam am Montag zeigte sich Produzent Nico Hofmann ("Unsere Mütter, Unsere Väter") von den ersten Ergebnissen begeistert: "Wir werden die Messlatte für deutsche Serien neu definieren".

Der achtteilige Spionage-Thriller spielt im Jahr 1983 und setzt sich mit einem wichtigen Kapitel deutsch-deutscher-Geschichte auseinander. Der 23-jährige Jonas Nay spielt dabei einen DDR-Spion der in die BRD geschleust wird. Dem relativ unbekannten Hauptdarsteller stehen TV-Film-Größen wie Ulrich Nöthen und Maria Schrader zur Seite.

In einem historischen Umfeld breitet sich eine fiktive Geschichte über einen drohenden Atomkrieg in Deutschland in den 80er Jahren der DDR aus. Der junge Spion Moritz Stamm (Jonas Nay) wird von der HVA, (Hauptverwaltung Aufklärung) dem Auslandsgeheimdienst der DDR als Agent in die Bundesrepublik geschickt. Er erlebt Nato-Manöver, Friedensdemos und die Neue Deutsche Welle hautnah mit und gerät plötzlich zwischen den schwelenden Konflikt der beiden Staaten und in den Strudel der verschiedenen Geheimdienste.

Mit dieser Miniserie setzt RTL wieder verstärkt auf die deutsche Geschichte. Programmgeschäftsführer Frank Hoffmann dazu: "Wir wollen das kollektive Gedächtnis unseres Publikums nutzen, um damit das Bewusstsein und die Neugier der Zuschauer auf unsere Stoffe zu schärfen". Die Idee zur Serie stammt aus der Feder der US-amerikanischen Autorin Anna Winger. Den Stoff setzte sie mit Hilfe ihres Ehemanns, dem Produzenten der Serie "SOKO Leipzig" um.