Werden intelligente Häuser und Wohnungen 2018 nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel sein? Eine Studie prognostiziert nun, dass in vier Jahren die Hälfte aller Haushaltsgeräte vernetzungsfähig sein wird. Auch der persönliche Haushaltsroboter ist nicht mehr lange Zukunftsmusik.

Der Anteil vernetzungsfähiger Haushaltsgeräte (Elektrogroßgeräte, also Weiße Ware und Unterhaltungselektronik) liegt 2018 bei über 50 Prozent, das Smart Home wird in vier Jahren keine Ausnahme sein. Zu diesem Schluss kommt eine gemeinsame Studie von RWE Effizienz und dem Züricher Zukunftsinstitut future matters, in der auf Basis von 500 Experteninterviews und 8500 ausgewerteten Publikationen Prognosen für die Energiewirtschaft aufgestellt wurden.

"Unsere Kinder wachsen als künftige Generation E in eine Zukunft, die zunehmend erneuerbar, effizient und elektrisch ist", sagt Dr. Arndt Neuhaus, Vorstandsvorsitzender der RWE Deutschland AG. Geräte seien zunehmend per Internet steuerbar und vernetzungsfähig. Und sie verbreiten sich zunehmend aufgrund gesunkener Kosten für leistungsfähige Funkchips und wegen neuer Apps, die die Integration von Geräten und Sensoren in Häusern und Wohnungen vereinfachen.

Das smarte Haus sei die logische Konsequenz der aktuellen technischen Entwicklung. Immer mehr Menschen nutzen Tablets, Smartphones und auch Smart-TVs, gleichzeitig verbreiten sich Funkstandards wie WLAN, Bluetooth oder LTE. In Verbindung mit ständig fallenden Preisen begünstigt dies die Entwicklung hin zum Smart Home.

Die Studie untersuchte außerdem Entwicklungen in den Bereichen dezentrale Energieversorgung, Netzentwicklung und Automationskonzepte. Man geht etwa davon aus, dass erste Haushaltsroboter 2018 in deutsche Häuser einziehen könnten, der Fortschritt in Bereichen wie Sensorik oder künstlicher Intelligenz gehe ständig voran. Intelligente Autos, die einem beim Einparken und Spurhalten helfen, gibt es bereits heute. Die Prognosen der Studie legen nahe, dass 2019 schon jedes 20. verkaufte Neufahrzeug von allein fahren können wird. Ob das autoverliebte Deutschland diese Möglichkeit allerdings auch nutzen wird, werden die nächsten Jahre zeigen.