Der vorletzte deutsche Fernsehhersteller Metz hat Insolvenz angemeldet und versucht sich dadurch zu sanieren. Nicht auszuschließen ist allerdings auch eine Rettung über einen Investor. Wie Metz selbst mitteilt, wird man alle Optionen, das fränkische Traditionsunternehmen zu erhalten, prüfen und solange weiter produzieren.

Wie das Zirndorfer Unternehmen mitteilt, sichert das Insolvenzgeld die Löhne und den Geschäftsbetrieb für die nächsten drei Monate. Dadurch sei eine uneingeschränkte Produktion weiter möglich. Auch der Ersatzteilnachschub und die Belieferung der Händler sei nicht gefährdet. Der Kundenservice kann ebenfalls aufrechterhalten werden.

Insolvenzverwalter Joachim Exner definiert das Ziel "den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten". Die Chancen, so Exner weiter, stehen gut: "Metz verfügt über eine renommierte Marke, eine wettbewerbsfähige Technologie und hochqualifizierte Mitarbeiter." Abzuwarten bleibt jedoch, welche der Optionen nach der Prüfung der Gesamtsituation gezogen wird. Zur Auswahl steht dabei laut Metz ein Insolvenzplan oder die Sanierung über einen Investor.

Wer dieser Investor sein könnte und wie sich die Lage des Zirndorfer Fernseh- und Foto-Blitz-Herstellers mit einem fremden Kapitalgeber entwickelt, könne noch nicht abgeschätzt werden. Die 540 Mitarbeiter sollen heute über das weitere Vorgehen informiert werden.

Falls Metz tatsächlich kein Comeback mehr feiern sollte, bleibt Loewe der letzte verbliebene deutsche Hersteller von Fernsehgeräten. Der ebenfalls aus Franken stammende Hersteller leidet allerdings wie Metz schon seit längerer Zeit unter dem Druck asiatischer Hersteller, die günstiger Produzieren und die Preise am Markt niedrig halten, konnte jedoch Anfang des Jahres einen Investor finden, der am Produktionsstandort Kronach festhält.