Der spanische Video-on-Demand-Dienst Wuaki.tv ist in Deutschland gestartet. Am Dienstagabend feierte die Plattform des japanischen E-Commerce-Unternehmens Rakuten ihre Launch-Party in München. Das Wuaki-Programm kann sich dabei im Vergleich mit der Konkurrenz durchaus sehen lassen.

Und noch ein Video-on-Demand-Dienst auf dem deutschen Markt: Wuaki.tv feierte mit einem Launch-Event am Dienstagabend in München seinen offiziellen Deutschlandstart. Der Dienst, der in Spanien mit 1,5 Millionen Nutzern Marktführer ist, hat sich aus der Betaphase verabschiedet und mischt im deutschen Video-on-Demand-Markt nun auch ganz offiziell mit. Deutschland ist nach Spanien, Großbritannien und Frankreich das vierte europäische Land, in dem Wuaki gestartet ist. Bis Ende 2015 will Rakuten den Dienst in 15 europäische Länder bringen.

Anders als etwa Netflix oder Maxdome ist Wuaki.tv kein SVoD-, sondern ein TVoD-Dienst. Das Angebot funktioniert also nicht Abo-basiert, sondern Transaktions-basiert. Man zahlt pro Film oder Serie und nicht pro Monat. Im Durchschnitt kosten SD-Inhalte 3,99 Euro, HD-Inhalte 4,99 Euro. Von derzeit etwa 730 Filmen sind allerdings nur etwa 150 hochauflösend verfügbar. Hier hat das Portal noch Nachholbedarf.

Das Angebot kann sich allerdings durchaus sehen lassen. Wuaki.tv hat Verträge mit großen Hollywood-Studios wie Warner Bros., Walt Disney oder Sony Pictures. Im Katalog finden sich durchaus namhafte und aktuelle Filme wie "Edge of Tomorrow", "Maleficent" oder "Boyhood" und Blockbuster-Serien wie "Breaking Bad" und "House of Cards". Nutzer können die Inhalte kaufen oder leihen und wahlweise auf deutsch oder auf englisch anschauen.

Einen Nutzerschwung erhoffen sich die Verantwortlichen durch das Rakuten-Netzwerk. Dabei können Punkte gesammelt werden, die auch bei Wuaki.tv einlösbar sind. Das Netzwerk soll weltweit 600 Millionen Mitglieder haben. Wieviele davon aus Deutschland stammen, will das Unternehmen nicht verraten. Da Rakuten weltweit zwar das drittgrößte E-Commerce-Unternehmen, in Deutschland aber vergleichsweise unbekannt ist, dürfte die Zahl aber nicht allzugroß sein.

Ein zweites Marketing-Standbein zum Start sind Kooperationen mit großen Geräteherstellern. So wollen etwa Samsung, LG oder Panasonic Wuaki.tv auf ihre Smart TVs zur Verfügung stellen. LG startet im Dezember eine umfangreiche Weihnachtsaktion. Ansonsten verzichtet Rakuten auf große Werbemaßnahmen. Man wolle langsam und natürlich wachsen.