Der Free-TV-Sender ProSieben Maxx gibt in Sachen DVB-T weiter Gas: Nach Schleswig Holstein hat der Spartensender nun auch einen neuen Sendeplatz im Rhein-Main-Gebiet ergattert und wird sein Programm künftig auch in der Region terrestrisch übertragen.

Nachdem sich ProSiebenSat.1 im Frühjahr klar dazu bekannt hat, auch weiterhin auf das terrestrische Antennenfernsehen als Verbreitungsweg setzen zu wollen, baut die Sendergruppe ihre Reichweite via DVB-T auch kontinuierlich weiter aus. Kurz vor Weihnachten profitiert vor allem ProSieben Maxx von diesen Anstrengungen, denn der Free-TV-Sender hat nun binnen weniger Tage gleich den zweiten neuen Sendeplatz ergattert.

Denn wie die hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR) am Dienstag bekannt gab, haben die Medienwächter dem Sender Übertragungskapazitäten im Rhein-Main-Gebiet zugesprochen. Konkret handelt es sich dabei um einen PLatz auf Kanal 52, der bis vor einem guten halben Jahr noch von dem Privatsender Anixe genutzt wurde. Nachdem dieser seine DVB-T-Verbreitung im Rhein-Main-Gebiet eingestellt hatte, hatte die LPR die Kapazität neu ausgeschrieben. Als einziger Bewerber hat sich daraufhin ProSiebenSat.1 gemeldet und dementsprechend nun auch den Zuschlag bekommen.

Der Kanal K 52 versorgt im Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Mainz, Hanau und Bad Homburg etwa 6,4 Millionen Einwohner mit terrestrischem Antennenfernsehen. Mit der Aufschaltung von ProSieben Maxx werden in der Region künftig 13 private und 13 öffentlich-rechtliche Programme abgestrahlt. Einen konkreten Starttermin für ProSiebenSat.1-Sender nannte die LPR zwar nicht, mit diesem sei aber in Kürze zu rechnen.

Erst vor wenigen Tagen hatte ProSieben Maxx seine DVB-T-Reichweite auch im Norden Deutschlands ausbauen können. So hatte die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) dem Privatsender Kapazitäten im Raum Lübeck auf Kanal 59 und im Raum Kiel auf Kanal 57 zugewiesen.