"2014 war ein wichtiges, bewegtes und programmlich sowie wirtschaftlich erfolgreiches Jahr für den ORF, in dem auch zahlreiche strategische Weichenstellungen getroffen wurden: In allen drei Medien konnte sich der ORF mit 35,1 Prozent Marktanteil im Fernsehen, 74 Prozent Marktanteil im Radio, 60 Millionen Visits und 18,8 Millionen Videoabrufen im ORF.at-Netzwerk pro Monat als unangefochtener Marktführer und elektronisches Leitmedium des Landes behaupten", so ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz über das zu Ende gehende positive ORF-Jahr. Und weiter: "Wirtschaftlich schloss das Unternehmen zum fünften Mal in Folge positiv ab und wird auch 2015 in den schwarzen Zahlen bleiben. Mit dem Beschluss der Unternehmensstrategie 'ORF 2020' sowie der Entscheidung über die Konsolidierung der Wiener ORF-Standorte auf dem Küniglberg haben wir die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung für unser Publikum gestellt. Darauf können der ORF und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stolz sein."

Wichtige strategische Weichenstellungen

2014 wurde die wohl weitreichendste, zukunftsträchtigste Entscheidung der vergangenen Jahrzehnte getroffen: die Konsolidierung aller Wiener Standorte an einem Medienstandort. Somit werden Ö1, Ö3, FM4, ORF.at und das Landesstudio Wien auf den Küniglberg übersiedeln. Das ORF-Zentrum wird um einen entsprechenden Zubau erweitert. Die Entscheidung war auch Konsequenz des Strategieprozesses "ORF 2020", der, aufbauend auf die Strategie "ORF 2015", die wirtschaftlichen, programmlichen und technologischen Herausforderungen an einen modernen öffentlich-rechtlichen ORF analysiert. Die Ergebnisse dieses Prozesses wurden im Dokument "ORF 2020" zusammengefasst und vom Stiftungsrat am 3. Juli 2014 genehmigt.

Weitreichende technologische Innovationen


Ein weiterer Meilenstein in der technologischen Entwicklung war die Umstellung der gesamten ORF-TV-Flotte auf High Definition: ORF eins und ORF 2 stehen dem Publikum seit 2008 bzw. 2009 in HDTV zur Verfügung. Am 25. Oktober 2014 starteten auch die Spartenkanäle ORF III und ORF SPORT + sowie alle "Bundesland heute"-Ausgaben in eigenen ORF-2-HD-Regionalkanälen in HDTV - und das ohne Zusatzkosten. 2014 entwickelte der ORF auch vier neue Apps: Die ORF.at-News-App, die ORF.at-Sport-App und neue Ö1- und ORF-Regionalradio-Apps. Ein Erfolgsprodukt des ORF feierte Geburtstag: Die ORF-TVthek wurde fünf. Die Videoplattform bietet dem Publikum mit 200 als Video-on-Demand angebotenen Sendungen, mehr als 200 Live-Streams und zahlreichen kultur- und zeithistorischen Videoarchiven ein umfassendes Angebot und verzeichnet gemeinsam mit Videoangeboten auf anderen ORF.at-Websites bis zu 25,1 Millionen Videoabrufe pro Monat. Darüber hinaus beteiligte sich der ORF an der österreichischen Video-on-Demand-Plattform "Flimmit", um dem Trend zum nichtlinearen Online-Video-Konsum Rechnung zu tragen.

Humanitäres und nachhaltiges Engagement im Dienste Österreichs


Mit dem Projekt "Mutter Erde" bündelte der ORF erstmals - neben dem Klimaschutzpreis - seine Aktivitäten in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz und konnte mit den Institutionen "Licht ins Dunkel" und "Nachbar in Not" einmal mehr sein humanitäres Engagement unter Beweis stellen. Radio mit Verantwortung bewies auch Ö3 u. a. mit seiner "Wundertüte" und der "Schreibtischaktion".

Auch off air ein erfolgreiches ORF-Jahr


Traditionell hervorragend angenommen wurden auch die zahlreichen und vielfältigen Off-Air-Aktivitäten des ORF. Allen voran die "ORF-Lange Nacht der Museen" mit 421.424 Besucherinnen und Besuchern, aber auch die zahlreichen Off-Air-Aktivitäten der Landesstudios waren wieder hautnah am österreichischen Publikum, und das RadioKulturhaus blieb seinem Ruf als Bühne für gefeierte Künstler und Newcomer treu - von Kreisky bis Hörbiger, vom Sado-Maso Guitar Club bis Cornelius Obonya.

2014: ein starkes Programmjahr


Die zahlreichen (eigenproduzierten) ORF-Angebote, die in den Genreclustern Information, Sport, Kultur und Unterhaltung einen eindrucksvollen Beweis für die Unverwechselbarkeit der ORF-Angebote erbrachten, wurden 2014 besonders gut genutzt.

Gedenkjahr 2014: Fernsehen mit Verantwortung


Anlässlich des "Gedenkjahres 2014: 100 Jahre Erster Weltkrieg" präsentierte der ORF einen umfassenden trimedialen Schwerpunkt, u. a. mit der ORF-Premiere des von Andreas Prochaska inszenierten ORF/ZDF-Historienthrillers "Das Attentat - Sarajevo 1914", den bis zu 654.000 Zuseherinnen und Zuseher verfolgten (23 Prozent Marktanteil). Zweite große fiktionale Produktion: das ORF/ARD-Historiendrama "Clara Immerwahr" von Harald Sicheritz. Zahlreiche ORF-Dokus - u. a. "Der Weg in den Untergang" und "Krisen, Morde, Bürgerkriege" -, internationale Koproduktionen wie "14 - Tagebücher des Ersten Weltkriegs", umfassende aktuelle Berichterstattung (z. B. "ZiB 2 History") und kulturelle Höhepunkte wie die ORF-Chorinitiative "Europe sings" und das Sarajevo-Gedenkkonzert komplettierten den TV-Schwerpunkt. Zudem wurden die Themencontainer der ORF-TVthek sehr gut genutzt.

Dass die Aufarbeitung historischer (Welt-)Ereignisse hervorragend genutztes Alleinstellungsmerkmal des ORF als elektronisches Gedächtnis des Landes ist, zeigen auch die ORF-Programmschwerpunkte zu 75 Jahre Beginn Zweiter Weltkrieg, 20 Jahre EU-Beitritt Österreich, 90 Jahre Radio oder 25 Jahre Fall Eiserner Vorhang, die der ORF ebenfalls in allen Medien ausführlich behandelte. Besonders erfolgreich war beispielsweise auch der Start des Ö1-Hörsaals: Auf der neuen Plattform zur Verstärkung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Gesellschaft wurden seit Anfang September bereits 130 Vorschläge und Projekte zu Fragestellungen aus dem "echten Leben" an die Universitäten herangetragen. Zum zeithistorisch-literarischen Ereignis wurde die Ö1-Produktion von Elias Canettis "Die Blendung" in zwölf Teilen.

Umfassend, objektiv und trimedial: Information im ORF


Der ORF informiert die Österreicherinnen und Österreicher so ausführlich wie kein anderes Medienunternehmen des Landes - und das trimedial, rund um die Uhr. Allein insgesamt 5,38 Millionen, das sind 74 Prozent der TV-Bevölkerung, sahen im ORF-TV die EU-Wahlberichterstattung. Die "Sommergespräche", erstmals von Peter Resetarits geführt, sahen insgesamt 2,929 Millionen Menschen in Österreich (40,4 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung). Anlässlich der Schwerpunkts zu EU-Wahl und 25 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs gingen die Neuauflagen der Portisch-Produktionen "Hört die Signale" und die zweite Staffel "Österreich II" in ORF III auf Sendung.

Packend und informativ: Dokumentation und Reportage 2014


"Österreich - Das Land der grünen Grenzen" am 21. Oktober war mit bis zu 978.000 Seherinnen und Sehern das erfolgreichste "Universum" des Jahres. Ebenfalls top: Hermann Maier, der für die legendäre ORF-Naturfilmmarke "Das Land am Dachstein" erkundete. "Universum History" widmete sich u. a. "Maximilian von Mexiko" oder "Gonsalvus - Die wahre Geschichte von 'Die Schöne und das Biest'". Das neue ORF-Angebot "DOKeins" feiert Premiere und in vielgesehenen "Weltjournal"-Ausgaben stellten ORF-Korrespondentinnen und -Korrespondenten ihre Stadt vor. "kreuz und quer" bot wöchentlich ebenso nachhaltig wirksame Dokus und Dokumentarfilme wie die "Was ich glaube"-Reihe über "Die Wiederkehr der Tugend" und der "dok.film", zuletzt über Wiener Artisten, die in den USA der 50er Jahre Furore machten. TV-Weltpremiere feiert 2014 Vanessa Lapas vielbeachteter Film "Der Anständige" im ORF. "Am Schauplatz" bot 2014 erneut aufwühlende Reportagen und war eine der Trägersendungen der ORF-Initiative "Schule für Leben" beleuchtete das Thema Schule aus allen Blickwinkeln. Die ORF-Volksgruppenprogramme "Dober dan, Koroska - Dober dan, Stajerska" und "Dobar dan Hrvati" feierten 25-Jahr-Jubiläum.

ORF 2014: Wir sind Kultur


Nicht weniger als 36 Opern, Theater und Konzerte von den größten Festivals für Millionen Klassikfans auf vier Kontinenten dank mehr als 300 Radio- und TV-Übertragungen weltweit: Mit "Il trovatore", "Der Rosenkavalier", "Charlotte Salomon" und dem aktuellen "Jedermann" von der Salzburger Festspielen, den "Geschichten aus dem Wiener Wald" aus dem Festspielhaus in Bregenz und Robert Dornhelms "Aida" aus St. Margarethen produzierte der ORF die größten Highlights der Sommerfestivalsaison für TV und Radio neu. Zudem standen von diesen und weiteren Festivals zahlreiche Konzerte für Klassikfans auf dem Programm - weltweit, und nicht nur für den österreichischen Markt, denn via Partnersender und EBU sind ORF-Radio- und -TV-Produktionen längst zur internationalen Benchmark im Kulturbereich geworden und auf vier Kontinenten zu hören bzw. zu sehen. Allein in Österreich nutzten nicht weniger als 3,019 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, das sind 42 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung, zumindest kurz (weitester Seherkreis) die TV-Angebote des ORF-Kultursommers von Salzburg, Bregenz, St. Margarethen; Grafenegg und weiteren Festivals.

Insgesamt standen in Ö1 allein im Sommer rund 170 Übertragungen von 35 heimischen Festivals unterschiedlicher musikalischer Richtungen auf dem Programm. Ö1 bot zudem mehr als 100 Beiträge von und über österreichische Festivals im Ö1-"Kulturjournal" und den Ö1-"Journalen". 250 Beiträge waren es im ORF-TV.

Ein Rekord lieferte auch das "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker" sowohl in Reichweite als auch Marktanteil. Hochangesehenes Radio-Highlight: Ö1 sendete zu Pfingsten "Die letzten Tage der Menschheit" von Karl Kraus in einer Bearbeitung von Erwin Steinhauer und Franz Schuh als zweiteilige szenische Lesung.

Das 90-Jahr-Jubiläum des Mediums Radio wurde in allen ORF-Radios gefeiert. Der runde Geburtstag von Ö3 prägte einen ganzen Sendetag. Ö3 erfüllte am 1. Oktober von 6.00 bis 19.00 Uhr nonstop die Musikwünsche der Hörerinnen und -Hörer. Der ORF - besonders ORF III - feierte den 85. Geburtstag von Nikolaus Harnoncourt und zeigte die konzertante Mozart-Da Ponte-Trilogie aus dem Theater an der Wien, die live-zeitversetzte styriarte-Premiere der letzten drei Mozart-Symphonien unter dem Titel "Mozart!!!" und den Programmtag zum Geburtstag (am 7. Dezember). Der Sender wurde - formal wie inhaltlich zu moderner Kunst - in Form der Wurm-Woche zum dritten Sendergeburtstag.

Zwölf Punkte für das ORF-Unterhaltungsjahr 2014


DER ORF-Erfolg auf dem Gebiet der Unterhaltung war zweifelsohne Conchita Wursts Sieg beim "Eurovision Song Contest". Der 10. Mai 2014 war der Startschuss für den kometenhaften Aufstieg - bis zu 1.623.000 waren live in ORF eins beim Finale mit dabei. Die umfassende ORF-Berichterstattung danach brachte dem ORF-Fernsehen weiter Topreichweiten: Allein der Überraschungsbesuch von Conchita Wurst in "Willkommen Österreich mit Stermann & Grissemann" am 13. Mai sorgte mit durchschnittlich 424.000 Zuschauerinnen und Zuschauern (23 Prozent Marktanteil) für die höchste Reichweite seit Beginn des Formats. Das Fankonzert am Wiener Ballhausplatz, das der ORF am Sonntag, dem 18. Mai, live übertrug, verzeichnete 498.000 Zuschauer/innen bei einem Marktanteil von 31 Prozent. "Dancing Stars" erreichte insgesamt 4,088 Millionen Österreicherinnen und Österreicher über 12 Jahre (weitester Seherkreis) - das entspricht rund 56 Prozent der österreichischen TV-Bevölkerung 12+, mehr als 49 Prozent bei den 12- bis 49-Jährigen und 40 Prozent bei den 12- bis 29-Jährigen. Beim Donauinselfest waren erneut die ORF-Radios federführend: Ö1 feierte heuer 20 Jahre die Insel auf der Insel. Auf der Ö3-Bühne waren zehn nationale und internationale Top-Live-Acts - und auch FM4 übertrug viele Highlights live. Weitere Highlights waren der "Wiener Opernball", dessen Eröffnung im Schnitt 1,335 Millionen im ORF sahen. Insgesamt 3,507 Millionen verfolgten die aktuelle Staffel der "Liebesg'schichten und Heiratssachen", 4,178 Millionen die vierte Staffel der "Großen Chance".

Eigenproduziert und einmalig: Filme und Serien vom ORF


Die ORF-Landkrimis - durch und durch österreichische Topware heimischer Filmproduktion - starteten gestern (18. Dezember) sehr erfolgreich - mit bis zu 740.000 Zuschauer/innen. Ihren Letzten Diens(t)tag als "Soko Kitz"-Cop feierte Kristine Sprenger - insgesamt knapp drei Millionen Seherinnen und Seher (41 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung) waren dabei. Rekorde gab es auch für weitere ORF-Serien wie "Vier Frauen und ein Todesfall" oder "Soko Donau". Auch die ORF-"Tatorte" erreichten Rekordquoten. "Die Detektive" feierten im ORF Premiere, die "CopStories" gingen in Staffel zwei und Heino Ferch fand neue "Spuren des Bösen". Insgesamt 1,3 Millionen waren beim Bertha-von-Suttner-Abend mit "Eine Liebe für den Frieden" und anschließender Doku mit dabei. Zudem erstmals 2014 im ORF: Heimische, vom ORF kofinanzierte Kinohits wie Hanekes "Amour" oder "Anfang Achtzig".

Rekordleistungen für ein Rekordpublikum: das Sportjahr 2014


Zwei Großereignisse, ein vielbeachtetes Comeback und weitere spannungsgeladene Highlights prägten das Sportjahr 2014. Mit insgesamt 5,912 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern konnte der ORF mit seiner 430-stündigen Berichterstattung zu den Winterspielen von Sotschi den Wert von Vancouver 2010 noch steigern, die 40 Stunden Live-Übertragung von den Paralympics (hauptsächlich in ORF SPORT +) sahen 1,8 Millionen. Auch mit der Berichterstattung von der Fußball-WM in Brasilien (6,327 Millionen Zuschauer) konnte der Wert des Vorgänger-Turniers übertroffen werden. Wie schon zur Fußball-WM in Südafrika hat Ö1 auch 2014 anlässlich der Weltmeisterschaft in Brasilien wieder ein attraktives Spektrum an Sendungen zu Themen rund um dieses Großereignis geboten. Das Comeback des GP von Österreich verfolgten insgesamt 2,275 Millionen Motorsportfans. Alle 72 Rennen live - die spektakulären ORF-Übertragungen vom Skiweltcup erreichten 82 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung. Und mit 1,488 Millionen Zuschauern schaffte Überflieger Thomas Diethart beim Finale in Bischofshofen den Vierschanzentournee-Alltime-Rekord und den zweitbesten Wert eines nordischen Events. 2014 nutzten den 24-Stunden-Kanal ORF SPORT + im Schnitt täglich 191.000 Zuseherinnen und Zuseher - und damit 33.000 mehr als im Vergleichszeitraum 2013. Monatlich sind es durchschnittlich rund 1,81 Millionen (weitester Seherkreis) die das breitgefächerte Programmangebot, das sich seit Oktober 2014 auch in HD präsentiert, annehmen.