Im Walzertakt begleitet ORF III das Publikum ins neue Jahr: Für einen beschwingten Rutsch sorgt am Mittwoch, dem 31. Dezember 2014, ein Silvestertag ganz im Zeichen der leichten Muse. Die "Erlebnis Bühne"-Matinee eröffnet mit Gioachino Rossinis Opera buffa "La Cenerentola" (8.05 Uhr) den Tag des heiteren Singspiels. Christoph Wagner-Trenkwitz präsentiert danach Emmerich Kálmáns Operette "Gräfin Mariza" (11.00 Uhr), bevor Ani Gülgün-Mayr und Peter Fässlacher Oscar Straus' "Ein Walzertraum" (12.55 Uhr) und Heinz Sichrovsky Franz Lehárs Salonoperette "Der Graf von Luxemburg" (14.50 Uhr) anmoderieren. Unterbrochen wird der Operettenreigen von zwei "ORF-III-spezial"-Sendungen zu Otto Schenk: der ORF-III-Eigenproduktion "Aus dem Archiv" (17.35 Uhr) mit Schätzen aus dem selbigen, danach die Soiree "Humor nach Noten" in deutschsprachiger Erstausstrahlung (18.45 Uhr). Den Hauptabend leitet Barbara Rett mit Otto Schenks vielbeachteter Inszenierung der "Fledermaus" (20.15 Uhr), dirigiert von Carlos Kleiber mit Eberhard Waechter in der Hauptrolle, ein. Den Abschluss des Operettentags macht Johann Strauß' "Wiener Blut" (22.50 Uhr) mit den Schauspielgrößen Willi Forst, Hans Moser, Fred Liewehr, Fritz Imhoff und Willy Fritsch. Nach Mitternacht bringt ORF III das Publikum mit vier Folgen von "100 Jahre Simpl" (ab 00.45 Uhr) aus dem Wiener Traditionskabarett heiter durch die Nacht.

Am Donnerstag, dem 1. Jänner, steht ORF III ganz im Zeichen des Neujahrskonzerts. Zunächst dokumentiert "Johann Strauß Vater - Das Leben ein Tanz" (18.05 Uhr) das Schaffen des Urvaters der "U-Musik", bevor die Dokumentation "Zubin Mehta - Partitur eines Lebens" (19.00 Uhr) aufzeigt, was den Dirigenten des Neujahrskonzerts 2015, dem diese Ehre bereits zum fünften Mal zuteil wird, alles mit Wien verbindet. Danach erlaubt der "Auftakt zum Neujahrskonzert 2015" (19.45 Uhr) einen Blick hinter die Kulissen des Traditionskonzerts, bevor dieses von ORF III als besonderes "Langschläfer-Service" im Hauptabend um 20.15 Uhr gezeigt wird. Mit "Best of Neujahrskonzert -Eine humorvolle Zeitreise" (22.45 Uhr), einem humoristischen Potpourri aus den Neujahrskonzerten der vergangenen Jahre, wünscht ORF III allen Zuseherinnen und Zusehern ein fröhliches Jahr 2015.

Am Freitag, dem 2. Jänner, zeigt die "Erlebnis Bühne"-Feiertagsmatinee Franz Schuberts "Fierrabras" (9.00 Uhr). Im neuen Jahr präsentiert ORF III freitags ab sofort einen Doppelslot "Der österreichische Film" mit zeitgenössischen österreichischen Produktionen. Den Auftakt macht die bitterböse Satire "3faltig" (20.15 Uhr) von Harald Sicheritz mit Christian Tramitz als der Heilige Geist, der Matthias Schweighöfer als Gottessohn Christl davon abhalten will, die Apokalypse in Wien einzuleiten. Mit von der Partie sind außerdem Roland Düringer, Karl Markovics, Adele Neuhauser, Alfred Dorfer und Christian Ulmen. Danach zeigt ORF III Paul Harathers Kultfilm "Indien" (21.50 Uhr): ein tragikomisches Road-Movie, in dem Alfred Dorfer und Josef Hader als Gastronomie-Inspektoren auf einer Dienstreise durch die Provinz trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere Freunde werden. Anschließend folgt um im "euro.film" mit "2046" (23.25 Uhr) schließlich das anspruchsvolle filmische Meisterwerk von Wong Kar-Wai mit Tony Leung und Zhang Ziyi auf der Suche nach der großen Liebe.

Mittwoch, 31. Dezember: "La Cenerentola" (8.05 Uhr), Operettenreigen mit "Gräfin Mariza" (11.00 Uhr), "Ein Walzertraum" (12.55 Uhr), "Der Graf von Luxemburg" (14.50 Uhr), "Die Fledermaus" (20.15 Uhr) und "Wiener Blut" (22.50 Uhr), außerdem: zwei Spezialsendungen mit Otto SchenkDen Musikreigen am Silvestertag eröffnet "La Cenerentola", Gioachino Rossinis bekannte Opera buffa hier in einer Inszenierung von Cesare Lievi aus der Metropolitan Opera 2009. Unter der musikalischen Leitung von Maurizio Benini singen Elina Garanca, Lawrence Brownlee, Simone Alberghini und Alessandro Corbelli.

Gleich fünf Werke der Operettenliteratur präsentiert ORF III anschließend: Zum einen "Gräfin Mariza" des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán, anmoderiert von Christoph Wagner-Trenkwitz. In der Verfilmung des erfolgreichen deutschen Regisseurs Eugen York aus dem Jahr 1974 sind Erzsébet Házy als Gräfin Mariza, René Kollo als verarmter Graf Tassilo und Dagmar Koller als seine Schwester zu sehen. Die "Kultur Heute"-Moderatoren Ani Gülgün-Mayr und Peter Fässlacher leiten danach in die geheimnisvolle Wiener Atmosphäre von "Ein Walzertraum" über. In Oscar Straus' Operette mischt eine Damenkapelle mit ihrem verführerischen Dreivierteltakt eine Hochzeitsgesellschaft auf. In der Verfilmung zu sehen sind: Guggi Löwinger, Helge Rosvaenge, Margit Schramm, Peter Kraus.

Franz Lehárs Salonoperette "Der Graf von Luxemburg" mit Erich Kunz (Fürst Basil Basilowitsch), Eberhard Waechter (Graf René), Lilian Sukis (Angele Didier) und Kurt Sowinetz (Pellegrin) steht anschließend auf dem Programm - anmoderiert von "erLesen"-Gastgeber Heinz Sichrovsky.

Nach zwei Spezialsendungen für und mit Otto Schenk präsentiert Barbara Rett im ORF-III-Hauptabend zwei Klassiker der Wiener Operette: Johann Strauß' Meisterstück "Die Fledermaus" in einer Inszenierung aus dem Jahr 1986. Unter der musikalischen Leitung von Carlos Kleiber und der Regie von Otto Schenk sind Eberhard Waechter, Benno Kusche, Janet Perry und Pamela Coburn zu sehen. Anschließend steht Johann Strauß' "Wiener Blut" in einer Verfilmung aus dem Jahr 1942 auf dem Spielplan: Neben Willi Forst spielen u. a. Hans Moser, Fred Liewehr, Fritz Imhoff und Willy Fritsch.

Im Vorabend werden die Operettenfestspiele von zwei Produktionen mit und über Otto Schenk unterbrochen: Die Neuproduktion "Aus dem Archiv:
Otto Schenk" (17.35 Uhr) widmet sich dem bedeutenden österreichischen Schauspieler und Regisseur. In dieser Aufzeichnung aus dem RadioKulturhaus moderiert Gerhard Tötschinger die Rück- und Seitenblicke auf das Schaffen der Bühnenlegende, Otto Schenk kommentiert dabei gemeinsam mit Wegbegleiter Helmuth Lohner, Christiane Hörbiger und Peter Turrini die Archivschätze, die dabei zum Vorschein kommen. Anschließend zeigt ORF III einen ganz besonderen Bühnenabend mit dem Grandseigneur: "Humor nach Noten mit Otto Schenk (18.45 Uhr), an dessen Höhepunkt Schenk selbst dirigiert und die Ungarische Kammerphilharmonie (unter der Leitung von Konrad Leitner) persönlich durch Werke von Johannes Brahms und Johann Strauß führt.

Donnerstag, 1.Jänner: Ein Abend im Zeichen des Neujahrskonzerts -Dokus "Johann Strauß Vater - Das Leben ein Tanz" (18.05 Uhr), "Zubin Mehta - Partitur eines Lebens" (19.00 Uhr), "Auftakt zum Neujahrskonzert 2015" (19.45 Uhr), danach "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker" (20.15 Uhr) und "Best of Neujahrskonzert - Eine humorvolle Zeitreise" (22.45 Uhr)

Johann Strauß Vater war einer der Urväter des Wiener Walzers und revolutionierte die Unterhaltungsmusik des 19. Jahrhunderts. Dem Phänomen Strauß Vater geht der Musikforscher Otto Brusatti als Buchautor nach, in der Dokumentation "Johann Strauß Vater - Das Leben ein Tanz" wird es kongenial in Szene gesetzt von Felix Breisach.

Den indischen Dirigenten Zubin Mehta, der das Neujahrskonzert 2015 dirigieren wird, verbinden mit Wien nicht nur intensive Arbeitsjahre mit den Wiener Philharmonikern. In seiner Jugend absolvierte er hier auch sein Studium beim legendären Dirigentenlehrer Hans Swarovsky. In der Dokumentation "Zubin Mehta - Partitur eines Lebens" von Karin Veitl blickt er auf seine Laufbahn zurück.

Der traditionelle Blick hinter die Kulissen des weltweit bekanntesten Fernsehkonzerts lässt in "Auftakt zum Neujahrskonzert 2015" Interessantes und Kurioses entdecken, bevor Zubin Mehta bereits zum fünften Mal das "Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker" leitet, das der ORF unter der Regie von Michael Beyer mit 14 Kameras überträgt.

Danach schwelgt ORF III in Erinnerungen und zeigt mit "Best of Neujahrskonzert - Eine humorvolle Zeitreise" eine Auswahl der kleinen Scherze, Streiche und spaßigen Einlagen, mit denen weltberühmte Dirigenten wie Lorin Maazel, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst oder Daniel Barenboim in den vergangenen Jahren ihr Publikum erheitert haben.

Freitag, 2. Jänner: Schuberts "Fierrabras" (9.00 Uhr), "Österreichischer Film"-Abend mit "3faltig" (20.15 Uhr) und "Indien" (21.50 Uhr), danach Wong Kar-Wais "2046" (23.25 Uhr) im "euro.film"

Die "Erlebnis Bühne"-Matinee präsentiert "Fierrabras", Franz Schuberts heroisch-romantische Oper in drei Akten. In der Inszenierung des Opernhauses Zürich aus dem Jahr 2006 unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst und der Regie von Claus Guth sind László Polgár, Juliane Banse, Michael Volle und Christoph Strehl zu sehen.

Im Hauptabend zeigt ORF III die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte bitterböse Satire "3faltig" von Harald Sicheritz aus dem Jahr 2010, in der der Heilige Geist Hage (Christian Tramitz) in Friedls (Roland Düringer) Tanzbar ein kümmerliches Dasein fristet. Als auch noch Christl (Matthias Schweighöfer), der Sohn Gottes, auftaucht und die Apokalypse einleiten will, versucht Hage ihn mithilfe der Go-Go-Tänzerin Mona (Julia Hartmann) von der Menschheit zu überzeugen. Danach steht Paul Harathers, ebenfalls vom ORF kofinanzierter Kultfilm "Indien" aus dem Jahr 1993 auf dem Programm: Basierend auf dem gleichnamigen Kabarettprogramm der Hauptdarsteller Alfred Dorfer und Josef Hader schildert dieser die Reise des ungleichen Beamtenduos Heinz Bösel (Josef Hader) und Kurt Fellner (Alfred Dorfer) durch die österreichische Provinz. Aus der anfänglichen Feindseligkeit der beiden höchst unterschiedlichen Charaktere wächst eine Freundschaft, die der bitterbösen Gesellschaftssatire emotionale Tiefe verleiht. Mit Maria Hofstätter, Roger Murbach, Ursula Rojek und Karl Markovics in weiteren Rollen.

Im Rahmen des "euro.film" zeigt ORF III "2046": Wong Kar-Wais Meisterwerk für anspruchsvolle Romantiker aus dem Jahr 1993 spielt im Singapur der 1960er Jahre, wo der Autor Chow (Tony Leung Chiu-Wai) bei der Arbeit an seinem Roman vergangene Liebesaffären in Gedanken wiederaufleben lässt. Wong Kar-Wai verstrickt in diesem Manifest der Liebe wunderschöne Handlungsfragmente zu einem stilistisch und dramaturgisch perfekten Bildersturm, in dem Asiens Superstars Tony Leung Chiu-Wai und Zhang Ziyi brillieren.