Der schwächelnde Euro wirkt sich vor allem auf Importprodukte negativ aus. Betroffen ist davon vor allem die Unterhaltungselektronik, die zum Großteil im Ausland gefertigt wird. Zahlreiche Händler könnten ihre Preise schon bald anpassen.

Der Markt für Unterhaltungselektronik ist speziell im Bereich TV und Empfang längst nicht mehr national. So kommen Digitalreceiver heutzutage in der Regel aus Südkorea oder Taiwan und müssen von den Vertriebshändlern in Deutschland dementsprechend importiert werden. Diese haben dabei aktuell unter dem schwächelnden Euro zu leiden, denn der mag zwar gut für den Export sein, für den Import hingegen ist er ein Problem.

Die Importpreise sollen dabei je nach Produkt und Herkunftsland in den vergangenen Monaten zum Teil deutlich nach oben geschossen sein - und der Trend hält aktuell weiter an. Bereits jetzt gibt es Händler, die über die Kursentwicklung des Euro klagen. Je nachdem, wie groß die Gewinnmargen beim Verkauf kalkuliert sind, könnten einige Händler deshalb schon in Kürze gezwungen sein, ihre Preise für die Endverbraucher entsprechend anzupassen. Auch für den Endverbraucher, der in den kommenden Wochen und Monaten eine Neuanschaffung plant, könnte es deshalb Sinn machen, die Kursentwicklung des Euro und vor allem die damit verbundene Preisentwicklung bei den Händlern im Auge zu behalten.

Grund zur Torschlusspanik besteht jedoch nicht, denn schließlich sind die Kurse in gewissem Maße immer in Bewegung. Ein Kurs der stark nach unten geht, wird in aller Regel irgendwann auch wieder steigen. Im Falle des Euro würden die Importkosten dann auch wieder sinken. In einem gewissen Rahmen sind die Preisschwankungen also völlig normal.