In den letzten Monaten hat "Newtopia" vor allem mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. Doch nun kann sich das Sozialexperiment bald selbst beweisen. Denn Sat.1 hat endlich einen Sendeplatz bekannt gegeben: Ende Februar geht's los.

Die Entscheidung ist endlich gefallen: Nachdem Sat.1 das Sozial-Experiment bereits seit Monaten als seine große TV-Hoffnung für 2015 anpreist, steht nun endlich auch fest, wann die Zuschauer sich ein eigenes Bild von dem Reality-Format machen können. Denn wie der Privatsender nun mitteilte, wird "Newtopia" am 23. Februar bei Sat.1 starten und - so zumindest der Plan des Senders - dann ein ganzes Jahr über die Bildschirme flimmern.

Der von Sat.1 als "größtes TV-Experiment aller Zeiten" propagierten Show fällt dabei die Aufgabe zu, neuen Schwung in das Vorabendprogramm des Senders zu bringen. Dafür steht "Newtopia" montags bis freitags der Sendeplatz um 19.00 zur Verfügung, um in den einstündigen Episoden all das zusammenzufassen, was am Tag bei dem Experiment passiert ist.

Diese Vorgehensweise ist dabei keineswegs neu, erinnert es doch stark an den Rhythmus, in dem in den vergangenen Jahren die "Big Brother"-Staffeln im Fernsehen gezeigt wurden. Auch hier wurden die Zusammenfassungen täglich im Vorabend gezeigt und das - ähnlich wie nun auch bei "Newtopia" - über mehrere Monate oder gar ein Jahr hinweg. Zusätzlich zu den täglichen Sendungen im Fernsehen willt Sat.1 im Internet auch Livestreams anbieten, über die Fans rund um die Uhr mit Bildern versorgt werden.

Während die Teilnehmer von "Big Brother" stets nur auf ihr Haus und einen kleinen Garten beschränkt waren, können sich die 15 Akteure von "Newtopia" freier bewegen. Denn sie sollen sich nicht einfach nur von Kameras beobachten lassen, sondern in der Show ihre eigene Gesellschaft gründen - mit eigenen Regeln. Dafür steht ihnen neben einer Scheune auch Ackerland, einige Hühner und Kühe sowie ein kleines Startkapital zur Verfügung, von dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und alles dafür notwendige anschaffen müssen. Dazu zählen neben Lebensmitteln auch Dinge wie Betten, eine Dusche oder auch die Toiletten - all das müssen sie sich erst erarbeiten, selbst bauen oder durch den Handel mit der Außenwelt organisieren.

Ob Sat.1 damit dauerhaft Zuschauer anlocken kann, wird sich ab dem 23. Februar zeigen müssen. Bisher hat "Newtopia" allerdings eher mit Negativ-Schlagzeilen auf sich aufmerksam gemacht. Neben dem Namensstreit, der letztlich dazu führte, dass die als "Utopia" geplante Show nun "Newtopia" heißt, dürften dabei vor allem die Botschaften aus den USA für Unmut sorgen. Denn dort ist das aus den Niederlanden stammende TV-Experiment im Herbst glatt durchgefallen. Nach nur zwei Monaten stellte der Sender das Format wieder ein. In Holland läuft es für die Show dagegen gut. Bleibt also abzuwarten, wie lang Sat.1 durchhalten wird.