Bis zu 200 Millionen Menschen werden im Mai den "Eurovision Song Contest" 2015 aus der Wiener Stadthalle verfolgen -und damit auch den vom ORF gestalteten Showact, der als musikalische Visitenkarte Österreichs fungieren wird. Die musikalische Verantwortung liegt in den Händen von Martin Grubinger, dem aus Österreich stammenden Weltklasse-Percussionisten.

Der sogenannte "Interval Act" ist ein unterhaltender Showblock und nicht Teil der Wertung. Für den ESC 2015 hat Martin Grubinger ein einzigartiges Stück komponiert, das Big Band und klassische Musik, Chorgesang und Schlagwerk zu einer harmonischen Symbiose vereint. In dem neunminütigen Programmpunkt, der ein wichtiger Teil der Finalshows (22. und 23. Mai) sein wird, stehen knapp 40 Instrumentalmusiker sowie der Arnold Schoenberg Chor unter der Leitung von Erwin Ortner an Martin Grubingers Seite, um die verbindende Brücke zwischen internationalem Großevent und österreichischer Musik zu schlagen - in ihrer traditionellen genauso wie modernen Ausprägung.

Österreichische Musik in all ihren Facetten
Neben den 40 TV-Postkarten bietet auch der "Interval Act" die Möglichkeit, Österreich in seiner Vielfalt und seinen vielen Facetten zu präsentieren und zeichnet ein abwechslungsreiches und spannendes Bild eines modernen und unkonventionellen Österreichs.

Der 31-jährige Martin Grubinger ist ein internationaler Star-Percussionist, der das Schlagwerk in den großen Konzertsälen der Welt hoffähig gemacht hat. In Salzburg geboren, studierte er am Bruckner-Konservatorium in Linz sowie am Mozarteum in Salzburg und machte bereits als Jugendlicher bei internationalen Wettbewerben auf sich aufmerksam. Für erste internationale Aufmerksamkeit sorgte er im Mozartjahr 2006, als er vor einem enthusiastischen Publikum fünf Schlagzeugkonzerte an einem Abend im traditionsreichen Wiener Musikverein zur Aufführung brachte. Sein "Percussive Planet", eine spektakuläre Bühnenshow, ist bei der Deutschen Grammophon erschienen, das Bühnenprogramm wird ständig künstlerisch weiterentwickelt.

Martin Grubinger ist außerdem zu Gast bei der Frühlingsaudienz von "Wir sind Kaiser" am Freitag, dem 20. März 2015, um 20.15 Uhr in ORF eins.

"Von den Ursprüngen des Echorufens bis zur Klassik, von Rhythmus bis zum Chor"
ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Wir werden in den Song-Contest-Shows gemeinsam mit großartigen österreichischen Künstlerinnen und Künstlern für ein 200-Millionen-Publikum Geschichten über unser Land erzählen: Von See bis Berg, von Tracht bis Avantgarde, von Klassik bis Hip-Hop. Der junge Salzburger Ausnahmemusiker Martin Grubinger ist Teil dieser unglaublichen Vielfalt, die unser Land kulturell zu bieten hat. Ich freue mich und es ist mir eine Ehre, ihn mit seinen explosiven und emotionalen Percussions und Bläsern beim Song Contest mit an Bord zu haben. Er wird ein Millionenpublikum mitreißen von den Ursprüngen des Echorufens bis zur Klassik, von Rhythmus bis zum Chor."

"Mit Flügeln, die ich mir errungen, werde ich entschweben"
"Es ehrt uns, dass wir am 23. Mai die Halftime-Show beim ,Eurovision Song Contest‘ musikalisch gestalten dürfen", freut sich Martin Grubinger. "In diesem Auftritt wollen wir die Faszination und Bandbreite österreichischer Musiktradition präsentieren." Und weiter: "Besonders erfreulich ist, dass für diesen Chorpart der Wiener Arnold Schoenberg Chor unter der Leitung von Erwin Ortner gewonnen werden konnte."

Aufbauend auf klassischen Themen großer österreichischer Komponisten wie beispielsweise Gustav Mahlers 2. Sinfonie (Schlusschor), Bruckners 8. Sinfonie oder Mahlers 3. Sinfonie transformiert Martin Grubinger diese Elemente der klassischen Tradition in die Gegenwart und bettet sie ein in die unterschiedlichsten Stilrichtungen wie Salsa, Funk, Fusion oder Afro-Cuban. "Gleichzeitig ist es uns aber auch wichtig, diese musikalischen Themen im Original und ganz pur zu spielen. Dies soll Österreich als Musikland darstellen und in den musikalischen Transformationen unseren Blick auf andere Kulturen schärfen", erklärt der Musiker.

Im Bewusstsein der österreichischen musikalischen Tradition - wie Blasmusik, Volksmusik, klassische Musik, zeitgenössische Musik - und Bräuchen, der österreichischen Naturverbundenheit und den landschaftlichen Schönheiten soll dies dem Fernsehpublikum und den Menschen in der Wiener Stadthalle vermittelt werden.

Das Schlussthema von Gustav Mahlers 2. Sinfonie - "Mit Flügeln, die ich mir errungen, werde ich entschweben" - ist Martin Grubingers Botschaft an die teilnehmenden Künstler/innen und an das Publikum.