Filmische Porträts über den Brahmaputra und "Russlands wildes Meer"
Die ORF-Naturfilmreihe "Universum" intensiviert die Zusammenarbeit mit internationalen Kopartnern: Im Rahmen der internationalen Fernsehmesse MIPTV vereinbarten der ORF und der chinesische Staatssender CCTV10 ihre erste gemeinsame Produktion: einen "Universum"-Dreiteiler über den Brahmaputra, den "Himmelsfluss des Himalaya". Erstmals kooperiert der ORF auch mit dem russischen Sender Channel One Russia für eine zweiteilige Dokumentation über "Russlands wildes Meer", das riesige Ochotskische Meer zwischen Russland und Japan.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Richard Grasl, Kaufmännischer Direktor des ORF, unterzeichneten am Dienstag, den 14. April 2015, in Cannes entsprechende Koproduktionsabkommen und präsentierten u. a. mit CITVC-Vizepräsident Tang Shiding und Channel-One-Russia-Doku-Chefin Svetlana Kolosova, dem Technischen Direktor des ORF, Michael Götzhaber, "Universum"-Chef Andrew Solomon, ORF-Enterprise-Geschäftsführerin Beatrice Cox-Riesenfelder, pre-tv-Geschäftsführer Nikolaus Wisiak sowie den Interspot-Produzenten Heinrich Mayer-Moroni und Niki Klingohr Einblicke in die spannenden neuen Gemeinschaftsprojekte.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit heimischen Produzenten genießt ‚Universum' nicht nur hohe Akzeptanz beim österreichischen Publikum, sondern auch international hervorragende Reputation. Mit den nun vereinbarten Großprojekten mit CCTV und Channel One Russia über den Brahmaputra bzw. das Ochotskische Meer baut ‚Universum' seine Präsenz auf dem internationalen Markt weiter aus und unterstreicht, dass die ORF-Marke ‚Universum' auf dem Gebiet des Naturfilms international zur Topliga zählt, wie auch die jüngsten Auszeichnungen bei den New York Festivals belegen."

Mag. Richard Grasl, Kaufmännischer Direktor des ORF: "Mit den Vertragsunterzeichnungen mit unseren Partnern aus China und Russland sind wir auf dem richtigen Weg zur Internationalisierung von ,Universum'. Weitere internationale Koproduktionen in Mexiko, Irland, Italien haben wir unter Dach und Fach und wir arbeiten an künftigen Produktionen für die nächsten Jahre. Mit Produktionen in der Türkei, in der Karibik und über die Kanaren setzen wir weitere wichtige Schritte in den nächsten Monaten. Internationale Partnerschaften sind in der neuen Medienwelt immer wichtiger."

Ing. Michael Götzhaber, ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien: "Wir haben die ersten ‚Universum'-Produktionen mit dem neuesten und besten Produktionsstandard 4K bereits produziert. Jetzt geht es darum, sich hier in Cannes darüber zu informieren, wohin die Reise international geht, um für unser Publikum weiterhin den besten technischen Standard mit überschaubaren Kosten zu halten. Der ORF war federführend bei der Einführung von HD, jetzt sind wir mit 4K international ebenfalls von Anfang an dabei. Die Entwicklung gilt es weiterhin genau zu beobachten, zu analysieren und dann entsprechend umzusetzen."

CITVC-Vizepräsident Tang Shiding: "Es ist für CCTV und CITVC eine große Ehre und Freude, mit ORF, pre tv und den Koproduktionspartnern ARTE und ZDF zusammenzuarbeiten und diesen Fluss mit einem außergewöhnlichen Zugang und noch nie gesehenen Bildern den Zuschauern in Österreich, Deutschland, Frankreich und dem internationalen Markt nahezubringen."

Svetlana Kolosova, Doku-Chefin Channel One Russia: "Channel One Russia beteiligt sich mit großer Freude an diesem bedeutenden internationalen Naturfilmprojekt über ,Russlands wildes Meer'. Die Dreharbeiten stellen enorme technische und logistische Herausforderungen dar, da der Großteil der für Naturfilmer besonders interessanten Locations nur per Hubschrauber oder über das Meer erreichbar ist. Wir sind davon überzeugt, dass ORF-,Universum' mit seinem exzellenten Team für dieses Projekt bestens gerüstet ist und mit Regisseur Franz Hafner über einen Experten für den Fernen Osten Russlands verfügt."

"Yarlung Tsangpo - Brahmaputra - Jamuna: Der Himmelsfluss des Himalaya" - Dreiteilige Dokumentation von Klaus Feichtenberger, Jeremy Hogarth und Heinz Leger
Die Produktion wird in Koproduktion von ORF, CCTV10, CITVC, ARTE, ZDF und ORF-Enterprise von pre tv, DreiD.at und EOS Film hergestellt. Dabei wird von den drei Produktionsfirmen in Tibet an Orten gedreht, die international noch nie zu sehen waren. Flugaufnahmen zeigen die weitläufigen Überschwemmungsgebiete in Indien und Bangladesch, spektakuläre Nahaufnahmen dokumentieren das Verhalten der Wildtiere. Die Ausstrahlungstermine in ORF und CCTV sind für 2017 geplant.

Von der Arktis zu den Tropen, von gefrorenen Wüsten zu glühend heißen Regenwäldern. Vom Dach der Welt stürzt sich der Fluss durch die steilste und tiefste Schlucht der Welt zu den ausgedehnten Sümpfen, die sich mit dem Ozean vermischen. So ist der Fluss der Motor des Monsuns, der das Leben von einer Milliarde Menschen und der Tier- und Pflanzenwelt des artenreichsten Gebiets der Erde bestimmt. Die dreiteilige "Universum"-Reise von Klaus Feichtenberger, Jeremy Hogarth und Heinz Leger führt über die ganze Länge des Yarlung Tsangpo, wie er in Tibet heißt, des Brahmaputra, wie er in Indien heißt, und des Jamuna, wie er in Bangladesch heißt. Dieser Fluss ist ein Fluss der Superlative. Er ist auf 4.000 Metern Seehöhe der höchste schiffbare Fluss der Welt in Tibet, stürzt auf einer Länge von 250 Kilometern über 3.000 Meter hinunter durch die Schluchten des Himalaya - fließt durch das regen- und artenreichste Gebiet der Erde in Indien und bildet in Bangladesch gemeinsam mit dem Ganges das größte Delta der Welt.


"Russlands wildes Meer" - Zweiteilige Dokumentation von Franz Hafner
Das riesige Ochotskische Meer zwischen Russland und Japan ist der letzte unberührte Ozean der Welt. Keine Straßen führen durch den Urwald nach Russlands wildem Osten - und beim oft stürmischen Wetter ist die Ankunft per Flugzeug oder Schiff extrem gefährlich. Die menschlichen Einwohner sind entweder Mitglieder einheimischer Stämme, ehemalige Gefangene aus den Gulags oder zugewanderte Industriearbeiter. Seit dem Ende der Sowjetunion ist die wirtschaftliche Steuerung aus Moskau beinahe völlig zusammengebrochen. Damit ist ein Teil der Bevölkerung von den Zyklen der Natur immer abhängiger geworden, und Stammesmitglieder stehen vor der Herausforderung, die alten, beinahe vergessenen Gebräuche ihres Volkes neu zu erlernen. Franz Hafner stellt vier Spezien in den Mittelpunkt seiner beiden Filme: den Stellers Seeadler, den größten Raubvogel der Welt; den Braunbären, das größte Raubtier der Wälder; die Largha-Robbe, durch die das TV-Publikum die Unterwasserwelt entdeckt; und den Lachs - das Herzblut des Ochotskischen Meers.


Produziert wird die erste Koproduktion zwischen ORF und Channel One Russia, Smithsonian Networks, ARTE, ZDF und ORF-Enterprise, die voraussichtlich 2017 im ORF zu sehen ist, von der Interspot Film.