Der deutsche Musik-Streamingdienst Simfy ist offenbar am Ende und hat Insolvenz angemeldet. Als Alternative empfiehlt sich ein französischer Anbieter.

Seit vergangenem Freitag bietet der Musik-Streamingdienst Simfy nur noch eine stark eingeschränkte Anzahl an Musikstücken an. Der Grund dafür soll lizenzrechtlicher Natur sein. Wie der Anbieter auf seiner Internetseite verkündet, will er seinen Kunden aber "auch weiterhin das bestmögliche Musikerlebnis bieten" und verweist auf den Kooperationspartner Deezer.

Als möglicher Grund für das deutlich verkleinerte Musikangebot des Berliner Unternehmens Simfy wird spekuliert, dass wichtige Musiklabels ihre Lizenzen zurückgezogen haben. Dazu könnten Sony Music und Universal gehören. Simfy selbst warb mit 25 Millionen Songs im Repertoire.

Noch einen Tag vorher lief Simfy ohne Probleme, obwohl die Gesellschaft laut Bundesanzeiger bereits am 21. April aufgelöst wurde. Kunden wurden also deutlich zu spät über die Entwicklung des Streaminganbieters informiert. Am 1. Mai waren bei vielen Nutzern kaum noch Lieder in den Playlists, was den Dienst natürlich für viele unbrauchbar macht.

Seit Montag ist nun bekannt, dass Deezer und Simfy eine strategische Partnerschaft miteinander eingegangen sind. Das bedeutet, dass Neukunden automatisch zu Deezer weitergeleitet werden und Bestandskunden mit ihren Abonnements nahtlos umziehen.

Das französische Unternehmen Deezer entstand 2007 und ist laut eigenen Angaben derzeit in 182 Ländern zugänglich, hat 16 Millionen aktive Nutzer pro Monat, kooperiert mit rund 2000 Independent- und Majorlabels und hat über 35 Millionen Songs im Angebot.

Doch nicht nur Simfy musste seine Dienst einstellen, auch der amerikanische Streamingdienst Grooveshark hat zum 30. April seinen Betreib auf Grund von Lizenzstreitigkeiten beendet. Schon seit 2012 hatte Grooveshark seinen Dienst wegen Streitigkeiten mit der Musikrechtsgesellschaft GEMA für Deutschland eingestellt.