Sieg für Sky: Das EU-Gericht hat im jahrelangen Rechtsstreit mit dem Telefonie-Dienst Skype nun zu Gunsten des Pay-TV-Anbieters entschieden. Die beiden Namen seien zu ähnlich, als das Skype sich den seinen als Marke schützen lassen könne.

Zwischen der Marke des britischen Senders Sky und dem Namen des Internet-Telefoniedienstes Skype besteht Verwechslungsgefahr. Das entschieden die Richter des EU-Gerichts in Luxemburg am Dienstag (Rechtssachen T-423/12, T-183/13 und T-184/13). Sie gaben damit dem EU-Markenamt Recht, das den Eintrag von Skype als Marke nach Protesten von Sky abgelehnt hatte. Sky ließ seinen Namen vor Skype schützen und besitzt damit die älteren Rechte.

Zwischen den beiden Zeichen gebe es eine bildliche, klangliche und begriffliche Ähnlichkeit, urteilten die Richter. So würden Menschen das Wort Sky ("Himmel" auf Englisch) in Skype leicht wiederfinden. Zudem werde das Y in Skype nicht kürzer ausgesprochen als in Sky. Die wolkenförmige Umrandung des Wortes Skype im Logo der Firma macht die Sache aus Sicht der Richter noch schlimmer - denn es könnte den Betrachter erst recht an den Begriff Himmel (Sky) denken lassen.

Damit kann sich Sky gegen die Verwendung des Begriffes Skype wehren. Allerdings ist gegen das Urteil des EU-Gerichts noch eine Berufung beim übergeordneten Europäischen Gerichtshof möglich. Skype wurde im Jahr 2003 von den skandinavischen Software-Entwicklern Niklas Zennström und Janus Friis gegründet und im Oktober 2011 für 8,5 Milliarden Dollar an Microsoft verkauft. Die Klage gegen den irischen IT-Dienstleister Skype hatte Sky bereits 2005 und 2006 erhoben.