Knapp zwei Monate nach dem Hacker-Angriff des Islamischen Staat auf den französischen TV-Sender TV5 Monde scheint es nun Indizien zu geben, woher der Angriff kam. Russische Hacker sollen den Sender lahmgelegt haben.

Hinter dem bisher als terroristischer Akt eingestuften Cyber-Angriff auf den französischen Sender TV5 Monde im April sollen russische Hacker stehen. Das meldete das französische Magazin "L'Express" am Dienstag unter Berufung auf Justizkreise.

Propaganda für die Terrormiliz Islamistischer Staat (IS), die während der Attacke auf die IT-Systeme auf den Webseiten und Social-Media-Konten des Senders zu sehen war, sei möglicherweise ein Täuschungsmanöver gewesen, sagte der Senderchef Yves Bigot unter Hinweis auf Experten der französische Behörde für Sicherheit von Informationssystemen (ANSSI).

Im Namen der IS-Miliz hatten Hacker Anfang April die IT-Systeme des Senders gekapert und die Ausstrahlung der Fernsehprogramme stundenlang blockiert. Eine Gruppe namens "Cyber-Kalifat" bekannte sich im Internet zu dem Angriff. Dabei blieb unklar, ob tatsächlich der IS dahintersteckt. Frankreich bekämpft IS-Truppen mit Luftangriffen im Nord-Irak.