Am Mittwoch übergab Brian Sullivan die Konzernführung des Pay-TV-Anbieters Sky an Carsten Schmidt. Er selbst kehrt nun zu seinen Wurzel in die USA zurück, um dort bei Rupert Murdochs 21st Century Fox einzusteigen.

Neuer Job: Am Mittwoch räumte Brian Sullivan seinen Schreibtisch beim Pay-TV-Anbieter Sky und übergab die Konzernführung an Carsten Schmidt. Worüber bei Sullivans Rücktrittsankündigung im März nur spekuliert wurde, wurde nun offiziell bestätigt: In den USA wartet ein Job bei 21st Century Fox auf Sullivan. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, wird der ehemalige Sky-Chef in der Fox Networks Group die Führung der Digitalsparte übernehmen. In der neu geschaffenen Position wird Sullivan mit der Entwicklung von Strategien und Produkten in diesem Sektor betraut.

Mit seiner Rückkehr in die USA bietet sich Sullivan nicht nur die Gelegenheit, zu seinen Wurzeln zurückzukehren. Vielmehr kann er dies nun zu einem Zeitpunkt tun, zu dem sich entscheidende Veränderungen in der Videoindustrie vollziehen, die er in seiner Position bei Fox begleiten und auf den Weg bringen kann. Seinen neuen Job wird Sullivan am 27. Juli antreten und damit gerade einmal ein Monat nachdem er Sky Deutschland verlassen hat.

Gerade die Erfahrungen, die er bei dem deutschen Pay-TV-Anbieter gemacht hat, werden bei Fox geschätzt: Er hatte wesentlich zur Neuausrichtung von Sky Deutschland beigetragen und den Konzern zum ersten Mal in seiner Geschichte operativ in die schwarzen Zahlen gelenkt. Randy Freer, President and COO der Fox Networks Group, kann sich daher keinen Besseren als Sullivan in dieser Position vorstellen und verweist dabei vor allem auf dessen Fokussierung auf den Kunden und die Anwendung neuer Technologien.

Bevor Sullivan im April 2010 zu Sky kam, war er bei der britischen Sky-Schwester tätig gewesen. Seit Jahren gilt der US-Amerikaner als enger Vertrauter des Murdoch-Imperiums, das mittlerweile fast alle Aktien von Sky Deutschland innehält.