In Amerika ist die Serie ein Überraschungs-Hit, in Deutschland hat "Empire" vergangene Woche eine echte Bruchlandung zum Start hingelegt - Fortgang ungewiss. ProSieben lässt sich davon aber nicht beirren und plant trotzdem erstmal mit Staffel zwei.

Mit "Empire" ist im Frühjahr eine neue Hip-Hop-Dramaserie im US-Fernsehen gestartet, die für einige Überraschungen gesorgt hat. Denn nicht nur dass die Produktion zum Start auf Anhieb 10 Millionen Zuschauer anlocken konnte, sie konnte sich auch Woche für Woche auf rund 18 Millionen Interessenten steigern - ganz im Gegenteil zu vielen anderen Serien, die nach dem Start meist erstmal an Boden verlieren. In der vergangen Woche wollte nun auch ProSieben von dem Hype um "Empire" profitieren, fiel damit aber erst einmal auf die Nase.

Denn das Interesse an der ersten Folge fiel ernüchternd gering aus: Nicht mal 1 Million Zuschauer zeigten Interesse an "Empire", die Quote blieb bei 7,6 Prozent hängen. Kritiker warnten bereits davor, dass die Dramaserie zu "amerikanisch" sei und deshalb auf dem hiesigen TV-Markt Schwierigkeiten haben könnte. Doch davon will ProSieben offenbar noch nichts hören. Denn wie der Privatsender nun auf Twitter verkündete, wird für nächstes Jahr schon mit der zweiten Staffel von "Empire" bei ProSieben geplant.

Fraglich ist allerdings, ob die Hip-Hop-Serie überhaupt soweit kommt. Denn sollte sich "Empire" nach diesem mauen Start nicht fangen und die Zuschauerkurve nach oben gehen, ist wohl kaum damit zu rechnen, dass ProSieben das Projekt fortsetzt. Die Programmierung mit jeweils mehreren Folgen am Stück lässt zumindest hoffen, dass die erste Season komplett zu sehen sein wird. Doch es wäre auch nicht das erste Mal, dass eine Serie wegen schlechter Quoten vorzeitig abgebrochen wird.

Im günstigsten Fall könnte sie bei anhaltend mangelndem Interesse einfach zu einem der kleineren Schwestersender wie ProSieben Maxx abwandern, wo dann die übrigen oder auch weitere Folgen zu sehen sein könnten. Auch dieses Schicksal hat im letzten Jahr so einige hochgelobte Formate ereilt, die der Hauptsender dann doch nicht mehr haben wollte. Doch dort gehen sie wenigstens weiter. Wo "Empire" letztlich seinen Platz findet, wird sich in den kommenden Wochen zeigen müssen.