Nach dem Entscheid des IOC über die Vergabe der Olympia-Rechte beklagt ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz nun, dass ARD und ZDF bei der Rechtevergabe gar keine Chance gehabt hätten. Allerdings habe das ZDF mit Discovery nun Kontakt aufgenommen.

Die Entscheidung traf die öffentlichen-rechtlichen Sender überraschend: Bei der Vergabe der TV-Übertragungsrechte für die Olympischen Spiele der Jahre 2018 bis 2024 gingen ARD und ZDF leer aus, den Zuschlag für die Rechte erhielt das US-Unternehmen Discovery und sein deutscher Tochtersender Eurosport. In einem Interview mit der dpa erklärte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz am Dienstag, dass ARD und ZDF bei der Rechtevergabe keine Chance gehabt hätten, selbst wenn sie eine Nachbesserung vorgenommen hätten. "Das IOC, das wissen wir heute, wollte den Abschluss mit einem Unternehmen für ganz Europa", so Gruschwitz.

Inzwischen hätte das ZDF mit Discovery Kontakt aufgenommen, sagte Gruschwitz weiter. Immerhin könnten ARD und ZDF über Sublizenzen noch einen Teil der Olympia-Berichterstattung übernehmen. Die Berichterstattung über die Olympischen Spiele seien für Gruschwitz aber nur denkbar, wenn die Sublizenzen auch Höhepunkte beinhalteten. Allerdings seien die Gespräche mit dem neuen Rechte-Inhaber bisher noch nicht angelaufen.