Im 2. Quartal 2015 konnte Sunrise trotz des stärkeren Wettbewerbs ihr Postpaid-Kundenwachstum beschleunigen. Der Umsatz ging im Jahresvergleich um 6,9 % auf CHF 488 Millionen zurück, da das Postpaid-Kundenwachstum den durch den starken Schweizer Franken bedingten Umsatzrückgang bei Hubbing und Mobile-Hardware sowie den strukturellen Rückgang des Prepaid- und Festnetzgeschäfts nicht ausgleichen konnte. Darüber hinaus wurde der Umsatz im Mobilfunkbereich durch einen tieferwertigen Produktemix beeinträchtigt. Der gesunkene Umsatz wurde weitgehend durch Kostensenkungsmassnahmen ausgeglichen, die im Jahresvergleich zu einem Rückgang des bereinigten EBITDA um 1,6 % auf CHF 155 Millionen und eine Margenverbesserung um 160 Bp. auf 34,2 % (ohne Hubbing) führten. Der Reingewinn belief sich auf CHF 14 Millionen (+ CHF 7 Millionen im Jahresvergleich) und wurde durch den tieferen Zinsaufwand im Rahmen der im Februar 2015 durchgeführten Refinanzierung unterstützt. Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein im Jahresvergleich etwas niedrigerer Umsatz mit einem Rückgang im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Die Prognose für das bereinigte EBITDA und die Dividende bleibt unverändert. Auch der Cashflow-Anstieg verläuft weiter nach Plan.

Libor Voncina, CEO von Sunrise, zu den Ergebnissen für das 2. Quartal 2015 und zum bevorstehenden Halbjahr: «Unsere anhaltende Kundenorientierung führte im 2. Quartal 2015 zu einer soliden Entwicklung der Kundenzahlen. Trotz Gegenwind beim Umsatz, zurückzuführen auf ein schwierigeres Marktumfeld, bleiben wir bei unserer Prognose für das bereinigte EBITDA für das Geschäftsjahr 2015, die durch Kostensenkungsmassnahmen unterstützt wird.»

Steigende Kundenzahlen bei Mobile Postpaid und Internet
Die positive Entwicklung bei den Abonnentenzahlen setzte sich fort, wobei Mobile Postpaid im Jahresvergleich netto 66‘800 Neukunden verzeichnen konnte (+ 5,2 %) und nun insgesamt 1,36 Millionen Kundinnen und Kunden hat. Allein im 2. Quartal 2015 konnte Sunrise 21‘300 neue Postpaid-Kunden gewinnen. Der Anstieg wurde durch die Gewinne im Jugendsegment (Marke MTV mobile) gestützt ebenso wie durch das Yallo Postpaid-Angebot, das vor kurzem eingeführt wurde und erfolgreich Prepaid- zu Postpaid-Migrationen umsetzt. Die Nettozunahme bei Prepaid Mobile kehrte auf ein normales Niveau zurück, nachdem der Ausstieg aus dem Geschäft mit kostenlosen SIM-Karten das 4. Quartal 2014 sowie das 1. Quartal 2015 beeinträchtigt hatte.

Die Nettozunahme bei den Internetkunden hat sich unterstützt durch attraktive Home-Tarife und Konvergenzvorteile im 4. Quartal in Folge weiter verbessert, wobei die im 2. Quartal 2015 verzeichneten 4‘500 Neukunden netto das beste Quartalsergebnis seit dem 1. Quartal 2011 darstellen. Im TV-Bereich konnte Sunrise ihre Kundenbasis im Jahresvergleich um 33‘100 Kunden (+ 37%) vergrössern auf insgesamt 122‘300 (2. Quartal 2015: + 7‘300).

Business Sunrise wächst weiter und konnte das Geschäftskundenportfolio um renommierte Unternehmen wie die Strabag Gruppe, Maestrani und Flumroc sowie Organisationen wie UNICEF und IATA erweitern. Der Umstand, dass Unternehmenskunden generell preisbewusster werden, unterstützt die Wahrnehmung von Sunrise als höchst attraktive Alternative.

Umsatzrückgang
Im 2. Quartal 2015 ging der Umsatz im Jahresvergleich um 6,9 % von CHF 524 Millionen auf CHF 488 Millionen zurück. Im Mobilbereich sank der Umsatz von CHF 344 Millionen auf CHF 321 Millionen. Der Positivtrend aus dem Wachstum bei den Postpaid-Abos wurde durch den Wechsel von Kunden zum SIM-only Freedom-Tarif und einen tieferwertigen Produktmix, ausgelöst durch die Neuabschlüsse bei MTV mobile und Yallo, geschmälert. In diesem tieferwertigen Bereich des Marktes dominieren attraktive Flatrate-Pakete, die die Prepaid- zu Postpaid-Migrationen sowie den Wechsel von Festnetz zu Mobile ankurbeln. Darüber hinaus gingen die Verkäufe von Mobile-Hardware mit geringer Marge (2. Quartal 2015: CHF 61 Millionen) um CHF 8 Millionen zurück. Der Rückgang beim Festnetzumsatz von CHF 128 Millionen auf CHF 117 Millionen ist vor allem auf den um CHF 5 Millionen gesunkenen Umsatz aus margenschwachem Hubbing (2. Quartal 2015: CHF 34 Millionen) sowie auf den strukturell bedingt rückläufigen Umsatz mit Festnetz-Sprachangeboten zurückzuführen. Der Umsatz mit Internetdiensten blieb mit CHF 50 Millionen weitgehend stabil.

Verbesserungen bei EBITDA-Marge und Nettogewinn
Das bereinigte EBITDA sank im 2. Quartal 2015um 1,6 % gegenüber dem Vorjahr auf CHF 155 Millionen. Laufende Effizienzsteigerungen haben zu einer Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge von 32,6 % auf 34,2 % (ohne Hubbing) beigetragen. Sunrise konzentriert sich weiterhin auf Effizienzmassnahmen.

Nach einem Nettoverlust im 1. Quartal 2015, der stark durch Börsengang- und Refinanzierungskosten beeinflusst war, fiel der Nettogewinn im 2. Quartal 2015 mit CHF 14 Millionen wieder positiv aus. Haupttreiber dieser Zunahme im Jahresvergleich waren die infolge der im Februar 2015 durchgeführten Refinanzierung gesunkenen Zinskosten.

Stark verbesserter Equity F ree Cash Flow
Der Equity Free Cash Flow stieg von CHF -12 Millionen im 2. Quartal 2014 auf CHF 120 Millionen im 2. Quartal 2015. Diese Zunahme um CHF 132 Millionen war bedingt durch die im Rahmen der im Februar 2015 realisierte Refinanzierung gesunkenen Zinskosten sowie Verbesserungen im Nettoumlaufvermögen, inklusive dem Forderungsverkauf (2. Quartal 2015: CHF 57 Millionen). Der Investitionsaufwand stieg im Jahresvergleich leicht auf CHF 66 Millionen im 2. Quartal 2015, da das Muster der Investitionsausgaben 2015 geringfügig von dem für 2014 abweicht. Sunrise rechnet weiterhin mit einem Investitionsaufwand von CHF 270 bis 280 Millionen im Geschäftsjahr 2015, was einem Rückgang von etwa CHF 80 Millionen im Jahresvergleich entspricht. Das Verhältnis Nettoverschuldung/EBITDA blieb stabil bei 2,7x, trotz einer Lizenzzahlung in der Höhe von CHF 105 Millionen im 2. Quartal 2015. Die letzte Lizenzzahlung wird im 4. Quartal 2016 fällig.

Finanzieller Ausblick
Sunrise prognostiziert für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Geschäftsjahr 2014. Die Prognose für das bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr 2015 wird auf einem vergleichbaren Niveau wie 2014 bestätigt. Negative Einflussfaktoren auf den Umsatz dürften durch Effizienzmassnahmen abgeschwächt werden. Gestützt auf eine Normalisierung des Investitionsaufwands, Verbesserungen beim Nettoumlaufvermögen sowie niedrigere Zinskosten infolge der kürzlich erfolgten Refinanzierung wird ein starker Anstieg des Cashflows gegenüber 2014 erwartet. Die Ausschüttungspolitik bleibt unverändert, mit einer 2016 zu zahlenden Dividende von mindestens CHF 135 Millionen (was CHF 3 je Aktie entspricht) für 2015.