Mit der Reanimation von "Popstars" wollte RTL2 in diesem Sommer einen großen Coup landen, doch das hat nicht funktioniert. Die Quoten enttäuschen immer mehr. Zieht der Privatsender nun Konsequenzen?

Der Münchner Privatsender RTL2 wird trotz der enttäuschenden Entwicklung seiner Castingshow "Popstars" nichts an der Ausstrahlung verändern. Auf die Frage, ob die Show, die immer montags um 20.15 Uhr im Programm ist, verlegt, verkürzt oder gar vorzeitig beendet würde, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag: "Nein." Die zweite Folge hatten am Montag lediglich 690 000 Zuschauer gesehen, nur gut halb so viele wie das Fußball-Zweitligaspiel 1. FC Kaiserslautern gegen SC Paderborn zeitgleich auf Sport1.

"Mit dem Quotenverlauf der zweiten Folge sind wir natürlich nicht zufrieden", sagte der Sprecher weiter. "Allerdings stimmt uns der Anteil der jungen Zielgruppe, insbesondere der jungen Frauen zwischen 14 und 29 Jahren mit 14,5 Prozent Marktanteil optimistisch. 'Popstars' ist ein herausragendes junges Musikformat mit tollen Musikerinnen und einer großartigen Jury. Wir glauben an das Format und arbeiten weiter an seinem Erfolg."

RTL2 hatte das Format, das im Jahr 2000 und 2001 die Girlsband No Angels hervorbrachte, nach drei Jahren Fernsehpause am 17. August mit Miss Platnum, Stefanie Heinzmann und Bella Garcia als Jury wiederbelebt. Bei der ersten Ausgabe hatten noch etwas mehr als eine Million Menschen eingeschaltet.