Ein weiterer Schritt zum Aufbau der orbitalen Konstellation und der Erbringung erster Galileo-Dienste steht bevor. Die Galileo-Satelliten 9 und 10 sollen am 11. September um 04.08 Uhr MESZ (10. September um 23.08 Uhr Ortszeit) gemeinsam an Bord einer Sojus-Trägerrakete von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus abheben.

Nach einer orbitalen Testphase dürften sie im Herbst ihren Betrieb aufnehmen, teilte die europäische Weltraumagentur ESA am 28. August mit. Mit diesem fünften Galileo-Start erhöht sich die Anzahl der Satelliten in der Umlaufbahn auf 10. Vor Ende dieses Jahres sollen noch zwei weitere Galileo-Satelliten in den Weltraum gebracht werden.

Auch die nachfolgenden für die volle Einsatzkapazität (FOC) notwendigen Galileo-Satelliten nehmen konkrete Formen an: Ihre Nutzlasten werden zurzeit von Surrey Satellite Technology Ltd. im britischen Guildford gefertigt, während für die Satellitenplattformen und die Gesamtintegration die OHB in Bremen zuständig ist.

Künftig Start von vier Satelliten geplant

Die Zahl der pro Start in den Weltraum beförderten Galileo-Satelliten wird sich künftig von zwei auf vier verdoppeln, da neben der derzeit genutzten Sojus-Trägerrakete auch eine speziell angepasste Ariane-5 zum Einsatz kommen wird.