Bisher mussten die öffentlich-rechtlichen Sender für den angemeldeten hohen Mehrbedarf vor allem Kritik einstecken. Von Seiten der Produzentenallianz erhalten ARD und ZDF jetzt jedoch Unterstützung.

Der angekündigte finanzielle Mehrbedarf der öffentlich-rechtlichen Sender bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat vor allem für harsche Kritik gesorgt. Allein die ARD spricht von 99 Millionen Euro, die für den Zeitraum von 2017 bis 2020 zur Deckung fehlen würden. Und das trotz Einnahmen von 1,6 Milliarden Euro aus dem Rundfunkbeitrag. Von Seiten der Produzenten erhalten die Öffentlich-Rechtlichen jetzt jedoch Zuspruch.

"Die Produzentenallianz unterstützt die Anmeldung eines höheren Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Sender bei der KEF", so Alexander Thies, Vorstandsvorsitzender der Produzentenallianz. Vor allem steigenden Kosten in Form von Löhnen und Gehältern würden eine Erhöhung des Finanzbedarfs notwendig machen. "Dazu kommen neue Kosten wie die Vergütung von Urhebern und Produzenten für die Nutzung ihrer Werke in den Mediatheken, die die Sender nur zahlen können, wenn sie von der KEF anerkannt sind." Letztmals hatten ARD und ZDF 2009 einen Mehrbedarf angemeldet.