Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) will durch eine trimediale Ausrichtung den Weg in die Zukunft bestreiten. Nun gab es vom Aufsichtsgremium die Zustimmung zu den Reformplänen.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) plant eine umfassende Reform in den nächsten zwei Jahren. So will man sich künftig als trimediales Medienhaus aufstellen. Am Montag hat nun auch der Rundfunkrat des Senders die Reformpläne abgenickt.

Das Reformprogramm "MDR 2017" sieht die trimediale Ausrichtung der MDR-Vertriebswege vor. Die redaktionelle Planung für die Inhalte der drei Abspielwege Fernsehen, Hörfunk und Telemedien soll laut dem Strategiepapier in Zukunft aus einer Hand erfolgen. Durch die Zusammenfassung der redaktionellen Arbeit sollen die MDR-Angebote künftig stärker an den medialen Bedürfnissen der Nutzer ausgerichtet sein.

In seiner Sitzung am Montag hat der Rundfunkrat dem geplanten Reformpaket zugestimmt. Mitarbeiter aus den Projektgruppen des Senders hatten dem Gremium Details zu den Plänen vorgelegt. Das Aufsichtsgremium war zu dem Schluss gekommen, dass die Reform weder gegen den MDR-Staatsvertrag noch gegen allgemeine Rechtsvorschriften verstößt. Vielmehr sprachen sich die Gremiummitglieder für die neue Ausrichtung aus: Die Reform sei notwendig, damit der MDR weiterhin zukunftsfähig bleibe, und müsse daher mit unverminderter Kraft fortgesetzt werden.