Nachdem das Deutsche Anleger Fernsehen (DAF) insolvent gegangen war, soll es nun restrukturiert werden. Zumindest aus medienrechtlicher Sicht ist die Zukunft gesichert: Die Medienwächter haben die Genehmigung zur bundesweiten Verbreitung des Fernsehspartenprogramms DAF verlängert.

Anfang März 2015 hatte die DAF AG einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen müssen. Nach der Einstellung der Satellitenverbreitung soll die Programmverbreitung zukünftig über das Internet (live und als Video-on-Demand-Angebot) über die eigene Homepage (www.daf.fm) sowie über Partnerportale erfolgen. Eine Live-Verbreitung soll ab dem 4. Quartal 2015 über T-Entertain wieder aufgenommen werden und die Programminhalte sollen gleichermaßen auch über Smart-TVs sowie mobile Endgeräte empfangbar sein.

Das Programmangebot von DAF besteht zu 100 Prozent aus eigenproduzierten Börsensendungen mit besonderem Schwerpunkt auf der Berichterstattung zu Finanznachrichten und deren Einordnung hinsichtlich des möglichen Kursverhaltens der betroffenen Märkte/Wertpapiere. Ziel ist eine vollumfängliche Finanzberichterstattung.

Die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) hat der Verlängerung der Genehmigung zugestimmt und diese um weitere acht Jahre verlängert. Der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) wurde der Verlängerungsantrag zugeleitet.