Nachdem die EM-Qualifikation dem Kölner Sender so herausragende Quoten beschert hat, hat RTL nun auch Interesse an weiteren Fußball-Rechten, darunter auch die Bundesliga-Rechte ab 2017/18.

Mit Spannung wird die Ausschreibung der Bundesliga-Rechte im Frühjahr 2016 erwartet. Der Pay-TV-Anbieter Sky, der die Rechte derzeit innehat, wird dabei sicher wieder ganz vorn mit dabei sein, doch auch die ARD befindet sich im Kreis der Konkurrenten. Auch beim Kölner Sender RTL wird das Interesse an den heißbegehrten Rechten immer höher höher, denn die Übertragung der EM-Quali brachte dem Sender herausragende Quoten ein.

Frank Hoffman, RTL-Geschäftsführer Programm, sagte der "Sport Bild": "Natürlich weckt Erfolg die Lust auf mehr. Deshalb werden wir uns die zur Ausschreibung kommenden Fußball-Rechte auch sehr genau anschauen." Hinzu kommt auch das Interesse an der EM-Qualifikation für 2020, der WM-Qualifikation für 2022 sowie der neuen Nations League der Uefa mit den Spielzeiten 2018/19 und 2021/22.

RTLs Erfolg hängt dabei auch von der Konkurrenz und deren finanziellen Spielräumen ab. So sagte Hoffmann: "Wenn allein die ARD angeblich bereit ist, über eine Milliarde für Fußball-TV-Rechte zu investieren, kann von Wettbewerb keine Rede sein. Uns als privatwirtschaftlichem Unternehmen sind finanzielle Grenzen gesetzt, die für die gebührenfinanzierte, öffentlich-rechtliche Konkurrenz ganz offensichtlich nicht gelten."

Das große Interesse seitens RTL ist verständlich. Die Bundesliga-Rechte sind heißbegehrt und ein Quotengarant. Bereits die Übertragung der EM-Qualifikation brachte RTL im Schnitt 10,94 Millionen Zuschauer pro Spiel ein. Die Übertragung der WM-Qualifikation für das Turnier 2018 hat sich der Sender bereits gesichert. Für die insgesamt 20 Qualifikationsspiele soll RTL rund 100 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben.