Die vergangenen Monate waren für ATV nicht immer leicht. Im Sommer ging man auf Tauchstation, auch die Quoten gingen merklich zurück. Passend zum Start der neuen TV-Saison im September meldete sich der Sender aber zurück und lag bei den Marktanteilen wieder auf Augenhöhe mit Puls 4. „Der Markt ist hart umkämpft, es ist keine einfache Zeit für ATV“, sagte Verkaufschefin Ina Bauer am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Programms.

Doch beim Sender gibt man sich alle Mühe zu betonen, dass man an sich und die eigenen Formate, und letztendlich auch an das gesamte Fernsehen, glaube. Daher wird ATV ab sofort eine neue Kampagne starten. Unter dem Motto „Wir lieben Fernsehen“ will man für sich, aber auch für die gesamte Gattung TV, werben. Drei verschiedene Sujets (mit Arabella Kiesbauer, Günther Nussbaum und Andi Moravec) werden in den kommenden Wochen und Monaten in Österreich zu sehen sein. Verkündet werden soll die Botschaft über Plakate, Printanzeigen, City-Lights, Online-Werbung, Radiospots und natürlich die eigenen Sender.

Ina Bauer, Director Sales, Marketing & New Media: „Es ist eine Zeit des Umbruchs. OTT-Angebote, Personalisierung, der Run auf den VoD-Konsumenten. Und mittendrin das Lagerfeuer TV, um das sich alle versammeln. Wir setzen in eben diesen Zeiten ein klares Statement: Wir lieben Fernsehen! Fernsehen ist glaubwürdig und emotional, es bewegt. Nicht nur die Zuseher, sondern auch uns. Unsere Moderatoren - stellvertretend für alle Gesichter bei ATV - lieben ihren Job. Sie vermitteln, wofür wir stehen und leben, wofür wir brennen.“

Neben der neuen Kampagne wurde auch das Programm für die nächsten Monate vorgestellt. Neu sind unter anderem „Wirt sucht Frau“ und „Bauer sucht Frau - Die zweite Chance“. Beide Formate werden moderiert von Arabella Kiesbauer. Bereits am 23. Oktober startet „Autorevue-TV“ mit Christian Clerici, hier sind insgesamt 20 Folgen geplant. Mit „Klartext“ geht es im kommenden Jahr weiter, zudem will ATV den Sonntag zum Bond-Tag machen. Ab dem Frühjahr 2016 zeigt der Sender am Sonntag zur besten Sendezeit zwei Bond-Filme nacheinander. Das Kloiber-Archiv macht's möglich.

„Promi Knast“: An der Finanzierung hapert es

Und auch zum bereits 2014 angekündigten „Promi Knast“ gab es Neuigkeiten: Senderchef Martin Gastinger erklärte, man habe bereits eine Location gefunden und auch das Konzept der Sendung stehe, nur die Finanzierung des Formats sei noch nicht geklärt. Auf der einen Seite verlangen die Promis hohe Gagen und auf der anderen Seite sei die Produktion ansich schon sehr teuer. Man sei derzeit auf der Suche nach einem zweiten (internationalen) Sender, der das Format ebenfalls produzieren will. Dadurch könnten Kosten bei der Produktion gespart werden. Die Promi-Gagen müsste man dann aber natürlich trotzdem noch stemmen. RTL macht es bei seinem Dschungelcamp übrigens ähnlich - das Camp in Australien wird nicht nur für den Dreh der deutschen Staffel genutzt, viele andere Sender aus allen Ländern der Welt produzieren ebenfalls im australischen Busch.