Ausstrahlungsdatum: Freitag, 15. Juni 2018, 22.25 Uhr, SRF 1

Schweizer Konzerne bauen weltweit Rohstoffe ab und handeln damit. Sollen sie haften, wenn dabei Menschenrechte verletzt werden? Gegner dieser Forderung sagen: Schweizer Firmen arbeiten viel sauberer als andere wer sie schikaniert, riskiert nicht weniger, sondern mehr dreckiges Gold. Jonas Projer leitet die Diskussion in der Arena.

Hilfswerke und NGOs haben sie lanciert: Die Konzernverantwortungsinitiative. Sie verlangt, dass Schweizer Firmen in Zukunft haften fr Schden, die ihre Tochterfirmen im Ausland verursachen. Nur so knne dreckigen Geschften ein Riegel geschoben werden, sagen die Initianten. Ist diese Vorlage dringend ntig, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung endlich zu stoppen?

Nein, sagen die Gegner der Initiative. Sie argumentieren: Wenn diese Vorlage angenommen wird, investieren Schweizer Firmen weniger in Entwicklungslnder. In die Bresche springen knnten dann beispielsweise chinesische Firmen, die viel tiefere Standards haben. Ist die Konzernverantwortungsinitiative gut oder nur gut gemeint?

Die Initiative wirft jedenfalls grundstzliche Fragen auf. Sind wir in der reichen Schweiz verantwortlich fr die Armut anderer? Braucht es deshalb mehr Entwicklungshilfe oder ist armen Lndern und ihren Bevlkerungen mit Investitionen viel mehr geholfen?

Zu diesen Fragen begrsst Jonas Projer in der Arena:
Karl Hofstetter, Prsident Swiss Holdings
Andreas Missbach, Konzernverantwortungsinitiative
Elisabeth Schneider-Schneiter, Nationalrtin CVP/BL, Vorstand Economiesuisse
Ruedi Noser, Stnderat FDP/ZH
Cdric Wermuth, Nationalrat SP/AG