Die Begrndungen der Verbraucher fr ihre Emprung sind vielschichtig. Die Verbraucherzentrale Sachsen kennt aus ihrer Beratungspraxis viele Sorgen. Einmal hlt der High-Speed-Internet-Anschluss nicht, was er verspricht. Ein anderes Mal kommen Rechnungen, die eigentlich zu einem anderen Vertrag gehren.

Viele Kunden des diesjhrigen Prellbock-Gewinners berichten von einem Ohnmachtsgefhl, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Probleme mit dem Anbieter selbst zu lsen. In den meisten Fllen knnen wir helfen, aber manchmal sind auch uns die Hnde gebunden, erklrt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen. Das Unternehmen steht auch bei der Nachfrage in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale seit Jahren im oberen Bereich.

Weil auch intransparente und unklare Preisangaben zum Geschftsmodell von PUR zhlen, wird die Verbraucherzentrale Sachsen das Unternehmen zustzlich zum Gewinn des Prellbocks mit einer Abmahnung berraschen. Gegenstand werden Preisdarstellung und Geschftsbedingungen auf der Internetprsenz des Unternehmens sein. Wortwrtlich ausweglos ist die Situation fr all jene Mieter, die keine alternativen Anbieter fr Internet, Telefonie oder Fernsehen whlen knnen, weil der Vermieter einen Vertrag mit PUR abgeschlossen hat.

Die Beschwerden der Verbraucher in der Beratung zeigen, dass fast alle Anbieter betroffen sind und vielfltige Probleme vorliegen. Deshalb ist die Politik in der Pflicht, diese Schieflage am Markt zu beheben, fordert Eichhorst. Die Marktmacht muss eingedmmt und berwacht werden, Alternativen fr Mieter mssen her und die Anbieter mssen in Hinblick auf den Breitbandausbau noch strker in die Pflicht genommen werden, so Eichhorst weiter. Kunden mssen durch konkrete gesetzliche Regelungen geschtzt werden. Das betrifft sowohl die Ansprche bei Mngeln als auch krzere Mindestvertragslaufzeiten oder ein Widerrufsrecht im Shop. Auch ein rechtliches Service-Minimum ist sinnvoll.