Neben vielen anderen Konzernen denkt nun auch der US-Medienkonzern Discovery Inc. über den Start eines Streamingdienstes nach. Während einer Telefonkonferenz mit Investoren soll sich Medienberichten zufolge President und CEO David Zaslav beschwert haben, dass das Unternehmen auf den klassischen Kabel- und Pay-TV-Plattformen zwar immer noch führend sei, dieses Geschäft aber ohne eine weitere Expansion keine langfristige Wachstumsperspektive habe.

Für den Start eines eigenen Streamingdienstes sei es nötig, die bestehenden TV-Distributoren mit an Bord zu holen. Mit einigen von ihnen gebe es bereits fortgeschrittene Gespräche. Konkret nannte er dabei die Kabelnetzkonzerne Comcast und Charter.

Die Pläne sind nichts neues. Schon einmal hatten Manager des Konzerns angedeutet, ins Streaminggeschäft einsteigen zu wollen. Zum Discovery-Konzern gehören neben dem Discovery Channel auch die weltweiten Marken TLC, Animal Planet, das Food Network, daas Home & Garden-TV (HGTV), der Männersender DMAXC sowie das pan-europäische Network Eurosport.

Ob, wann und wo die Streaming-Plattform an den Start geht, ist noch ungewiss. In Deutschland beteiligt sich Discovery seit Mitte 2019 zusammen mit dem Konzern ProSiebenSat.1 an der Sender-übergreifenden Streraming-Plattform Joyn. Ein kostenpflichtiger Dienst von Discovery könnte ebenfalls unter dem Dach von Joyn laufen.