Die Umstellung auf das hochauflösende Fernsehen in Deutschland stellt netzgebundene Kabel- und IPTV-Betreiber vor enorme finanzielle Herausforderungen.
Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company. Die hohen Kosten der Umstellung und technologische Probleme könnten dazu führen, dass erst im Jahr 2012 mit einem größeren Anstieg an HD-Sendern zu rechnen ist, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
Besonders die Satellitenbetreiber und die öffentlich-rechtlichen Sender profitierten von HDTV: Eine Satellitenplattform könne ihre Einnahmen aus der Vermietung von Transponderkapazität erhöhen und so die Investitionskosten refinanzieren. Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten befänden in der komfortablen Situation, Ausgaben nicht durch Werbeeinnahmen refinanzieren zu müssen und könnten so Innovationen vorantreiben. HDTV gebe ihnen unter anderem die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen und ihr Image aufzuwerten, hieß es. Werbefinanzierte TV-Sender könnten durch HDTV hingegen nicht direkt zusätzliche Einnahmen erzielen, gleichwohl aber Marktanteile verlieren.
Auf Kabel-Betreiber und IPTV-Anbieter kämen für die Verbreitung von HD-Sendern hohe Investitionskosten zu, die nur zum kleinen Teil an die Kunden weitergereicht werden könnten. Die Nichtverfügbarkeit von VDSL in weiten Teilen Deutschlands erhöhe die Hürden für IPTV. Mittelfristig stelle die Verbreitung von HD über ADSL eine Alternative zum aufwendigen VDSL-Netzausbau dar.
Dem Unternehmen zufolge werden im nächsten Jahr bis zu 34 Prozent der Fernsehhaushalte Sender in HD-Qualität empfangen können. Unter gewissen Voraussetzungen prognostiziert Mücke, Sturm & Company bis zum Jahr 2012 einen Anstieg auf 46 in HD verfügbare Sender in Deutschland. Dies sei jedoch nur das positivste der denkbaren Szenarien. Mit Beginn der Olympischen Winterspiele im Februar 2010 starten ARD und ZDF ihren HDTV-Regelbetrieb.







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