Die Nachfrage nach HD-fähigen Digital-Receiver hält sich kurz vor dem Start der umstrittenen "HD+"-Plattform von SES Astra weiter in engen Grenzen.
Kamen Anfang des Jahres auf einen verkauften HD-Receiver fünf verkaufte SD-Boxen, lag das Verhältnis im August bei eins zu drei, teilte die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) in Frankfurt am Donnerstag mit. Seit Markteinführung wurden den Zahlen zufolge nur knapp 900.000 HDTV-Receiver in Deutschland verkauft (726.000 Satellit, 162.000 Kabel), knapp 400.000 (344.000 Satellit, 53.000 Kabel) davon von Januar bis September. Insgesamt gibt es etwa 35 Millionen TV-Haushalte in Deutschland.
Fernsehgeräte mit integrierten HDTV-Tunern wanderten 1,55 Millionen Stück über den Ladentisch. Beim Digitalisierungsgrad der Übertragungswege zeigt sich in Deutschland ein unterschiedliches Bild: Während die Terrestrik mit DVB-T komplett digitalisiert ist, sind es beim Kabel nach gfu-Zahlen erst rund 31 Prozent. Dem stehen etwa 72 Prozent der Satelliten-Haushalte in Deutschland gegenüber, die ihr Fernsehprogramm digital empfangen.
Insgesamt wurden von Januar bis September knapp 2,4 Millionen digitale Receiver inklusive HDTV-Boxen verkauft. Dies entspricht laut gfu einem Umsatzvolumen von knapp 245 Millionen Euro. Die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik veranstaltet unter anderem die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin.




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