Durch den Umzug des Pay-TV-Anbieters UPC Direct auf die norwegischen Thor-Satelliten stehen dem Satellitenbetreiber SES Astra zum Jahresende 2010 auf seiner Hauptposition 19,2° Ost fünf Transponder für neue HDTV-Sender zur Verfügung. „Das wird uns helfen, die große Nachfrage an Kapazität für HDTV auch in Deutschland zu bedienen“, sagte SES-Chef Romain Bausch am 23. April auf einer Telefonpressekonferenz. In Deutschland ist das Unternehmen mit dem Angebot HD+ aktiv. „Mehr als 750.000 Smartcards wurden von den Herstellern bestellt“, erklärte Bausch. Aktuell sind bei HD+ mit RTL HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD, Vox HD und Kabel Eins HD fünf hochauflösende Programme zu beziehen. Der Satellitenbetreiber verzeichnet beim hochauflösenden Fernsehen HDTV insgesamt ein sehr schnelles Wachstum, gegenwärtig werden 123 HD-Sender über die Flotte von SES Astra verbreitet. Auf 19,2° Ost wird zudem zukünftig noch weiteres Potenzial vorhanden sein: Derzeit werden über diese Position noch 37 Transponder durch analoge Sender belegt – für spätestens April 2012 hatten die deutschen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender eine Abschaltung der Analogausstrahlung angekündigt.
SES mit konstantem Geschäft
Der Satellitenbetreiber SES hat unterdessen die ersten drei Monate des Jahres etwa auf Vorjahresniveau abgeschlossen. Der Umsatz lag mit 423,4 Millionen Euro nur geringfügig niedriger als im ersten Quartal 2009 (423,9 Millionen Euro), wie das Unternehmen am 23. April in Luxemburg mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 307,6 Millionen Euro ebenfalls nahezu konstant (Vorjahr: 308,9 Millionen Euro). Unter anderem wegen des verzögerten Starts des Satelliten Astra 3B senkte das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr leicht ab. So rechnet SES nun mit einer Umsatzsteigerung von vier bis fünf Prozent statt zuvor von fünf Prozent.




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