Der Österreichische Rundfunk (ORF) und Vertreter der österreichischen Filmwirtschaft haben eine Grundsatzeinigung zur Stärkung des Produktionsstandorts Österreich erzielt: 2010 wird der ORF 95 Millionen Euro in österreichische Produktionen investieren, teilte der Sender am Donnerstag mit.
Vertreter der österreichischen Filmwirtschaft (Film Austria, AAFP, Verband Filmregie, Fachverband Audiovision der WKO) und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz einigten sich auf eine Erhöhung des Vergabevolumens für österreichische Produktionen in den Jahren 2010 und 2011. "Die erzielte Grundsatzeinigung ist ein wichtiger Meilenstein für die Stärkung des Produktionsstandorts Österreich", betonte Wrabetz.
Das ORF-Vergabevolumen an die österreichische Filmwirtschaft soll um rund 30 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung für 2010 auf 95 Millionen Euro erhöht werden. Das zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der harten Sparvorgaben infrage gestellte Film-/Fernseh-Abkommen werde weitergeführt und aufgestockt. Die Kinofilmförderung des ORF wird um 30 Prozent auf 8 Millionen Euro pro Jahr und damit um 2,1 Millionen Euro erhöht und zunächst auf vier Jahre neu abgeschlossen, hieß es.
Das Vergabevolumen für die österreichische Filmwirtschaft wird zunächst auf zwei Jahre auf dem Niveau 2009 abgesichert. Dieses Maßnahmenpaket ermögliche 2010 den Ausbau der Produktion um eine neue Staffel der Serie "Schnell ermittelt", um vier zusätzliche Fernsehfilme, zwei neue ORF-1-Comedyserien, eine neue ORF-2-Familienserie und den mit Sat.1 koproduzierten Eventzweiteiler "Vermisst", teilte der ORF mit. Der Sender befindet sich derzeit in einer finanziellen Krise.




Reply With Quote