Der Österreichische Rundfunk (ORF) muss im kommenden Jahr kräftig sparen, die Tageszeitung "Der Standard" veröffentlichte in ihrer Dienstagsausgabe die finanziellen Eckdaten.
530,1 Millionen Euro wolle der öffentlich-rechtliche Sender aus Gebühren einnehmen und damit 4,1 Millionen mehr als für 2009 erwartet, zitierte das Blatt aus der Planung für das kommende Jahr. Damit braucht der ORF 20.615 Gebührenzahler mehr als zuletzt. Nur zwei Prozent Schwarzseher verzeichnet die Fernseh- und Hörfunkgruppe. Abhilfe soll unter anderem eine Gesetzesänderung schaffen, die im kommenden Jahr auch all die Haushalte wieder einbindet, die durch ein aufsehenerregendes Urteil 2008 aus der Entgeltpflicht entlassen wurden. Damals urteilte der Verwaltungsgerichtshof, dass Zuschauer ohne Möglichkeit des ORF-Empfangs, beispielsweise durch analoge Sat-Receiver, keine Gebühren mehr zahlen müssen.
Nach Angaben des "Standard" will der öffentlich-rechtliche Kanal im nächsten Jahr 152,9 Millionen Euro für Informationsprogramme, darunter die Fußball-WM und Olympia aufbringen - etwas mehr als zuletzt. Für Unterhaltung, TV-Filme und Serien sollen 175,6 Millionen Eur fließen, wesentlich weniger als geplant. Auch die Hörfunksender müssen absprechen, ebenso die Landesstudios und die Technik. Ungeschoren kommt die Online-Abteilung davon. Der ORF steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise.




Reply With Quote