Der Telekommunikationsanbieter T-Mobile bekommt Unterstützung im Kampf um Frequenzen, die dem ORF und seiner Sendergesellschaft ORS gehören, aber derzeit brach liegen. Die Vergabe der Kapazitäten sei, wie die österreichische Tageszeitung "Der Standard" berichtet, Teil eines Infrastrukturpaketes, das die Telekomgesellschaft am Mittwoch gemeinsam mit Industriellenvereinigung und Verband der Elektrizitätswirtschaft vorstellte.

Konkret gehe es dabei um Frequenzen, die durch das Ende des analogen Antennenfernsehens frei werden und für mobiles Internet verwendet werden könnten. In zahlreichen Ländern würden die Kapazitäten ausgeschrieben, in Österreich sei das bis 2015 nicht geplant, kritisierte T-Mobile-Chef Robert Chvártal. Dabei könne die Breitbandtechnik mobil viel schneller und günstiger im ländlichen Raum verbreitet werden als mit der Verlegung von Leitungen. Bei T-Mobile werde laurt "Standard" gemutmaßt, dass die Frequenzen nicht verkauft würden, um den Netz-Ausbau des Konkurrenten Telekom Austria nicht zu untergraben.